Rentenbank: Fördergeschäft wächst um 51%

Die Rentenbank verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 einen Anstieg ihres Neugeschäfts auf 5,8 Mrd. Euro (1. Hj. 2025: 5,3 Mrd. Euro).

Die Rentenbank finanziert unbürokratisch und schnell agrarbezogene Vorhaben aller Art. Bild: Rentenbank.

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Besonders dynamisch entwickelten sich hierbei die Programmkredite: Das Neugeschäft in diesem Bereich wuchs um 51,4% auf 4,2 Mrd. Euro (1. Hj. 2025: 2,8 Mrd. Euro). Das Neugeschäft in der Kundengruppe „Primärproduktion“ wuchs dabei um 11,3% auf 1,1 Mrd. Euro (1. Hj. 2025: 989,5 Mio. Euro). Investitionen in Stallbauten, insbesondere für Rinder, Geflügel und Schweine, lagen über dem Vorjahresniveau. Auch die „Agrarnahen Unternehmen“ verzeichneten ein starkes Wachstum: Das Neugeschäft stieg um 32,5% auf 586,5 Mio. Euro (1. Hj. 2025: 442,8 Mio. Euro). Ein besonders kräftiger Anstieg erfolgte in der Kundengruppe „Erneuerbaren Energien“, deren Neugeschäft sich vor allem durch die Förderung von Windkraftanlagen auf rd. 1,6 Mrd. Euro mehr als verdoppelte (1. Hj. 2025: 636,6 Mio. Euro).

„Das historisch starke Halbjahresergebnis im Fördergeschäft ist ein Beleg dafür, dass wir als Rentenbank mit unserem Förderportfolio stetig und schnell auf die jeweiligen Herausforderungen reagieren. Seit 2022 haben wir einen umfassenden internen Transformationsprozess angestoßen, der unsere Bank strategisch neu ausrichtet und zukunftsfähig macht. Unsere Geschäftsstrategie nimmt die Bedarfe unserer Kundengruppen fest in den Blick, indem wir innovative und effiziente Produkte an den Markt bringen. Unseren Weg werden wir konsequent fortsetzen, um als starke und verlässliche Förderbank für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum weiter wirksam zu sein“, so Nikola Steinbock, Sprecherin des Vorstands der Landwirtschaftlichen Rentenbank.

Drei Viertel des Emissionsvolumens bereits erreicht

Zur Refinanzierung ihres Fördergeschäfts nahm die Rentenbank im ersten Halbjahr 2026 mittel- und langfristige Kapitalmarktmittel in Höhe von 8,0 Mrd. Euro (1. Hj. 2025: 6,5 Mrd. Euro ) an den internationalen Kapitalmärkten auf. Damit wurden bereits drei Viertel des für das Gesamtjahr 2026 geplanten Emissionsvolumens von 11,0 Mrd. Euro erreicht und das zu deutlich besseren Spreads als geplant. Wichtigste Emissionswährung war der Euro mit einem Anteil von 365 (1. Hj. 2025: 48%). Der Anteil des US-Dollar blieb mit 265 nahezu unverändert (1. Hj. 2025: 27%). Zu 85% wurden die Emissionen bei ausländischen Investoren platziert (1. Hj. 2025: 83%). Die größten Investorengruppen waren im ersten Halbjahr 2026 mit 585 Geschäftsbanken (1. Hj. 2025: 50%) und Zentralbanken mit 275 (1. Hj. 2025: 30%).

Innovationsförderung zahlt auf die neue Start-up-Strategie des Bundes ein

In der neuen Start-up- und Scale-up-Strategie der Bundesregierung sind die Maßnahmen der Rentenbank, die das Start-up- und Venture-Capital- Ökosystem stärken, enthalten. Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) fördern wir gezielt agrarnahe Start-ups. Aus dem Zweckvermögen des Bundes vergeben wir Nachrangdarlehen und Innovationsgutscheine an agrarnahe Start-ups in ihrer Frühphase. Außerdem investiert die Rentenbank in Venture-Capital-Fonds. Hierfür hat sie ein Rahmenbudget von 230 Mio. Euro. Über das Gründerprogramm „Growth Alliance“ werden zudem Start-ups durch spezialisierte Programme und Partnerschaften mit Wirtschaft, Wissenschaft und Politik von der ersten Idee über die Entwicklung von Geschäftsmodellen bis hin zur Skalierung im Accelerator-Umfeld begleitet. Die „Growth Alliance“ ist eine Kooperation der Rentenbank mit dem BMLEH und dem Frankfurter TechQuartier.

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