Obstland: Ökologischer Landbau im Aufwind

Im Sommer 2003 fiel der Startschuss für ein langfristiges Konzept der Obstland Dürrweitzschen AG, der stetig steigenden Verbrauchernachfrage nach biologisch erzeugten landwirtschaftlichen Ur-Produkten gerecht zu werden.

Ökologischer Landbau im Aufwind. Bild: GABOT.

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Die in Mügeln im Ortsteil Baderitz ansässige Bio-Obst GmbH bewirtschaftet gegenwärtig rund 313 ha landwirtschaftliche Nutzfläche. Anfangs waren es allein Mostapfel-Plantagen, die auf Bio-Anbau umgestellt wurden. Mittlerweile gehören auch marktfähige Tafeläpfel, verschiedene Strauchbeeren und Haselnüsse zum Anbauspektrum.

Zu einem „BIO-Vormittag im Obstland“ trafen sich am Donnerstag Vorstand und Mitarbeiter der Obstland Dürrweitzschen AG sowie die Geschäftsführer und weitere Mitarbeiter all ihrer Tochtergesellschaften und weitere Gäste vor Ort, um mehr über die Bio-Obst GmbH, ihre aktuelle Arbeitsweise, ihre Zukunftspläne und Visionen zu erfahren.

Obstland-Vorstand Gerd Kalbitz begann seine Begrüßung mit einem Zitat von Friedrich Schiller: „Wer nicht mit der Zeit geht,- geht mit der Zeit.“ und verwies gleichzeitig auf den bereits erfolgreich zurückgelegten Weg. In der Umstellung weiterer landwirtschaftlicher Nutzflächen auf BIO sieht er eine weitere gute Möglichkeit, der wachsenden Verbrauchernachfrage nach Bio-Frischobst- und Bio-Fruchtsäften gerecht zu werden. Zudem handele die Obstland-Gruppe im Ganzen nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit. Als primär landwirtschaftlich orientiertes Unternehmen ist sie in besonderer Weise mit ihren natürlichen Ressourcen und ihrer Umwelt verbunden und trägt aktiv zu ihrem Schutz bei. Der zur landwirtschaftlichen Bearbeitung zur Verfügung stehende Boden – von Landverpächtern überwiegend langjährig gepachtet oder im Eigentum der Gesellschaft stehend – ist das wichtigste Produktionsmittel des Unternehmens, das es zu schonen und zu schützen gilt und das gepaart mit den Potenzialen von Arbeitskraft und Intelligenz die Produktivität der Obstland-Gruppe ausmacht. Seinen konkreten Niederschlag findet dieses nachhaltige Umweltengagement und -management der Unternehmensgruppe in der jüngst erfolgreich absolvierten EMAS-Zertifizierung – die dazu gehörige Urkunde wird der sächsische Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft Thomas Schmidt der Unternehmensführung am 16. August d. J. feierlich überreichen. Christoph Müller, neuer Geschäftsführer der Bio-Obst GmbH, und Jan Kalbitz, noch Geschäftsführer der Bio Obst GmbH und zukünftiger Vorstand der Obstland AG, informierten die Anwesenden ausführlich über die Historie des Bio-Landbaus, über Anbau- und Umstellungsverfahren, über die gesetzliche Grundlagen und die zunehmenden bürokratischen Hindernisse sowie über das Pflanzenschutzkonzept im Öko-Obstbau und über die Bio-Anbauverbände, kurzum - über den Bio-Anbau in der täglichen Praxis in Deutschland. Als Gastredner war Oliver Leipacher vom Auenhof Niederlützschera vor Ort, der zugleich Bioland Regionalgruppensprecher für Sachsen ist. BIO, darin waren sich alle drei überzeugten Biobauern einig, ist ein Generationenthema und kein Phänomen der Postmoderne. Und auch zukünftig wird sich das BIO-Rad in der Obstland-Gruppe weiterdrehen. So werden zum 01.07.2017 weitere ca. 300 ha Ackerland auf BIO umgestellt. Raik Brocke, Geschäftsführer der Sornziger Vielfrucht GmbH, erläuterte das Wie und Warum. Danach werden Anbauflächen in Zschockau, Leisnig, Minkwitz und Zävertitz zukünftig unter ökologischen Gesichtspunkten bewirtschaftet. Angebaut werden soll erstmals Bio-Winter- und Sommergetreide, sowie Bio-Mais und Bio-Sonnenblumen. Die Umstellungszeit für die Ackerflächen beträgt 24 Monate. (Obstland Sachsen Obst)

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