Noviflora: Umweltregistrierung und -zertifizierung im Fokus

Royal FloraHolland will, dass künftig 100% der Anlieferer eine Umweltregistrierung bzw. -zertifizierung vorweisen können. Doch für viele Gärtner mit einem komplexen Anbauplan kann es kompliziert und teuer sein, sich registrieren und zertifizieren zu lassen.

Eine verpflichtende Umweltregistrierung und -zertifizierung passt zu der Nachhaltigkeitsstrategie von Royal FloraHolland und geht auf die Bedürfnisse des Marktes ein. Bild: Royal FloraHolland.

Wie beurteilt der Pflanzenexporteur Noviflora die Einführung der vorgeschriebenen Umweltregistrierung und -zertifizierung?

"Viele Hinweise aus dem Markt legen nahe, dass alle Lieferanten von Royal FloraHolland eine Umweltregistrierung und -zertifizierung besitzen sollten." Das sagt Mark-Jan Terwindt, Manager Unternehmensentwicklung bei dem Pflanzenexporteur Noviflora. "Noviflora beteiligt sich nicht in Form von Vereinbarungen und Absprachen, aber aufgrund des Feedbacks unserer Kunden möchten wir die Projekte praktikabel gestalten. Beispielsweise haben wir mit spezifischen Gärtnern eine Produktlinie "Less Plastic" (weniger Plastik) eingeführt."

Startschuss zu 100% Nachhaltigkeit

"Es ist richtig, dass Royal FloraHolland diesen Weg gewählt hat. Als Zierpflanzenland ist die Niederlande besonders stark darin, gemeinsam dafür zu sorgen, dass Dinge sich praktisch durchführen lassen. Doch wir versäumen es auch oft, den durch die Niederlande verkauften Produkten gute Alleinstellungsmerkmale mitzugeben. Das macht uns zu einem sehr breiten Marktplatz - nachhaltig, nicht nachhaltig, Qualität in verschiedenen Ausführungen. Wenn wir nachweisen können, dass all unsere Produkte nachhaltig sind, ersparen wir uns viele Diskussionen. Pflanzenexporteure können durchaus zertifizierte Pflanzen finden, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Angebots der Mitglieder. Und über unsere Website teilen wir unseren Kunden dies auch mit. Aber es vereinfacht die Suche natürlich, wenn alle Mitglieder auf dieser Liste stehen. Außerdem machen dann alle mit, und zwar in sämtlichen Absatzsegmenten. Und die Handelsbedingungen sind für alle gleich. Es scheint, als würden uns diese Standards von den großen Einzelhändlern auferlegt werden. Aber in Skandinavien fragen die Verbraucher inzwischen selbst, warum man noch nicht zu 100% nachhaltige Produkte anbietet. Andere Länder werden diesem Beispiel bald folgen. Mit dieser Vorschrift zeichnet sich ein Trend ab, der nicht mehr aufzuhalten ist." (RFH)

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.