NL: Blumen- und Pflanzenexport hält Kurs

Der Rekordwert von 6 Mrd. Euro Exportwert mit Blumen und Pflanzen aus den Niederlanden bleibt trotz eines Rückgangs von 1% bis einschließlich September in Sicht.

Niederländische Blumen- und Pflanzenexporte bleiben trotz eines Rückgangs von 1% bis einschließlich September auf Rekordkurs. Bild: GABOT.

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Niederländische Blumen- und Pflanzenexporte bleiben trotz eines Rückgangs von 1% bis einschließlich September auf Rekordkurs. Dies zeigen neue Daten aus Floridata. Strukturelle Merkmale sind in diesem Jahr das Wachstum bei Pflanzenexporten, der Rückgang der Blumenexporte, der Anstieg der Exporte nach Osteuropa und die geringere Verteilung.

Der letzte September war ein moderater Monat für den Export von Blumen und Pflanzen. Bei den Blumen gab es einen Rückgang um 6%, so dass der Gesamtexportwert in diesem Segment 2% unter dem Vorjahresniveau von 2,8 Mrd. Euro lag. Mit einem moderaten Plus entwickelten sich Topfpflanzen und Gartenpflanzen besser, und der niederländische Großhandel erzielte bis einschließlich September einen Anstieg von 2% auf 1,8 Mrd. Euro. Per Saldo bedeutet dies, dass der gesamte Exportwert mit 4,6 Mrd. Euro stagniert und rund 27 Mio. Euro (0,6%) unter dem Vorjahr liegt.

Im zweiten Quartal in Folge liegt der Exportwert unter dem des vergleichbaren Vorjahres. In den sechzehn Quartalen zuvor gab es immer einen Anstieg. "Wenn im letzten Quartal eine Steigerung von 1,4% gegenüber dem Vorjahr erzielt wird, wird der niederländische Großhändler wieder den Rekordwert von 6 Mrd. Euro erreichen. Das ist realistisch", sagt Matthijs Mesken, Geschäftsführer des VGB.

Digitalisierung geht weiter

Die Analysen von Floridata zeigen, dass die Digitalisierung weiter voranschreitet. Webshops nehmen heute einen wichtigen Platz im Business-to-Business von Blumen und Pflanzen ein. "Durch die Vorreiterrolle auch im E-Commerce stärkt der niederländische Großhändler seine Position im internationalen Blumen- und Pflanzensektor, in dem der Wettbewerb zunimmt", weiß Mesken.

Top-10 schrumpft, moderate Verteilung

Bis einschließlich September sanken die Top-10-Vertriebsländer umsatzmäßig gegenüber der Vorjahr um fast 2%. Den größten Rückgang mit 6% verzeichnete Italien. Laut den Statistiken von Floridata hat sich der Umsatz über die Einzelhandelskanäle seit 2014 auf rund 13% verdoppelt. Auch der Absatz über den italienischen Großhandel ist auf 58% gesunken. Melissa Amoroso, Direktorin von Melimex, erkennt diese Entwicklung. "Die Unsicherheit ist aufgrund der politisch instabilen Situation hoch und das Vertrauen der Verbraucher ist daher geringer. Das hat Auswirkungen auf die Ausgaben", ist ihre Erfahrung. Die aufgrund von Problemen mit Banken komplexere Finanzierung in Italien schränkt auch den Handel mit Blumenerzeugnissen ein. "Es war auch zu heiß", erklärt Franck Pohu von Profitplant und erklärt die Zurückhaltung der Kunden in Italien und Frankreich. "Das verlangt von uns mehr Aktivitäten, um den Kurs zu halten". Amoroso und Pohu bestätigen den Trend zu kleineren Transaktionen mit höherer Frequenz. "Das bedeutet auch mehr Arbeit", sagt Pohu. "Während die Margen unter Druck stehen", ergänzt Amoroso.

Die Verbreitung der Exporte in weitere Länder scheint moderat zu sein. Die Wertsteigerung der Exporte nach Russland ist zeitlich begrenzt und liegt nun bei plus 11%. Polen liegt nun auf einem stabilen fünften Platz in der Rangliste der Exportländer mit einem Plus von 8% bis September. Aufgrund des moderaten Wechselkurses des Britischen Pfunds beträgt das Defizit gegenüber dem Vereinigten Königreich mehr als 2% und die Erwartungen sind angesichts des bevorstehenden Brexit gesunken.

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