Niedersachsen: Fachbeirat nimmt die Arbeit auf

Der Fachbeirat der Niedersächsischen Ackerbau- und Grünlandstrategie nimmt die Arbeit auf und wählte beim ersten Arbeitssitzung Markus Gerhardy zum Vorsitzenden.

Start mit Urkunden: Der neue Fachbeirat für die Ackerbau- und Grünlandstrategie wurde berufen. Bild: ML.

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Der im Februar von Agrarministerin Barbara Otte-Kinast neu einberufene Fachbeirat der Niedersächsischen Ackerbau- und Grünlandstrategie traf sich jetzt im Ackerbauzentrum auf der Burg Warberg zur ersten Arbeitssitzung. Insgesamt ist der Beirat mit 30 Vertreterinnen und Vertretern besetzt. Zum Vorsitzenden des Fachbeirates wurde Markus Gerhardy (Gieboldehausen) gewählt. Als Stellvertreter fungiert Dr. Karsten Padecken (Ovelgönne).

Die Expertinnen und Experten aus Umwelt- und Naturschutz, Landwirtschaft, Forschung und des Landwirtschaftsministeriums (ML) beraten künftig das Land zu landwirtschaftlichen Neuerungen. Der Beirat soll die niedersächsische Ackerbau- und Grünlandstrategie begleiten und mitgestalten. Von ihm sollen etwa Forschungsarbeiten über innovative Verfahren, aber auch Empfehlungen für Verordnungen und Gesetze kommen. Im historischen Burgambiente erhielten die Beiratsmitglieder ihre Berufungsurkunden, unterzeichnet von Agrarministerin Barbara Otte-Kinast. In seinem Eingangsstatement ging Markus Gehardy darauf ein, dass die Umsetzung der Ackerbau- und Grünlandstrategie praxistauglich und wirtschaftlich tragfähig erfolgen müsse. „Die Produktionsfunktion der Acker- und Grünlandbewirtschaftung muss weiterhin im Mittelpunkt der Betrachtung stehen. Umwelt- und Artenschutz sowie die produktive Flächennutzung sollen effizient gestaltet und gezielt kombiniert werden. Dabei sollten wissenschaftliche Erkenntnisse, technischer Fortschritt und moderne Züchtung die Basis für die Weiterentwicklung liefern. Mit dem Fachbeirat ist jetzt ein engagiertes Gremium vorhanden, um die Umsetzung der Ackerbau- und Grünlandstrategie aktiv zu begleiten und mitzugestalten", so der Vorsitzende Markus Gerhardy.

Karsten Padeken ergänzte, dass ihm insbesondere die Belange der Grünlandnutzung und damit vielerorts die Zukunft ganzer Regionen besonders am Herzen liegen. Im Gegensatz zur Bundesstrategie zum Ackerbau sei dieses eine wichtige und notwendige Ergänzung Niedersachsens. Als eine der ersten Aufgaben des Beirates steht die Auswahl von „Fokusbetrieben" mit verschiedenen Schwerpunkten an. Diese Betriebe sollen beispielhaft zeigen, wie die verschiedenen Ziele der niedersächsischen Ackerbau- und Grünlandstrategie in der Praxis erreicht werden können. Gleichzeitig sollen die Betriebe als Kommunikationsplattform dienen, weil dort Feldbegänge, Feldtage oder auch Maschinenvorführungen durchgeführt werden.

Referatsleiter Henrich Meyer zu Vilsendorf aus dem ML, dem die Geschäftsführung des Beirates obliegt, berichtete über weitere Umsetzungsaktivitäten des Ministeriums. So wurde beispielsweise im Rahmen der Niedersächsischen Eiweißstrategie eine Potentialstudie initiiert und ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Reduzierung des Pflanzenschutzeinsatzes auf den Weg gebracht.

Hintergrund:

Die Niedersächsische Ackerbau- und Grünlandstrategie zeigt ein ganzheitliches Konzept, wie eine vielfältige, wirtschaftliche und ökologisch angepasste sowie nachhaltige Acker- und Grünlandnutzung künftig aussehen kann und dabei auch die deutlich gestiegenen gesellschaftlichen Anforderungen berücksichtigt. Im Juni 2021 eröffnete Ministerin Barbara Otte-Kinast außerdem das Niedersächsische Ackerbauzentrum auf der Burg Warberg (Kreis Helmstedt). Das Ackerbauzentrum wird an Themen wie Fruchtfolge, Düngung, Pflanzenschutz oder Biodiversität arbeiten. Geplant ist auch eine enge Zusammenarbeit mit dem PraxisLabor Digitaler Ackerbau der Landwirtschaftskammer Niedersachsen im benachbarten Schickelsheim, wo moderne Technologien des Smart Farming auf ihre Einsatzfähigkeit in der betrieblichen Praxis geprüft und weiterentwickelt werden.

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