Niedersachsen: Der Garten wird naturnäher und regionaler

Überall bricht sich der Trend zu mehr Regionalität, Qualität und Natürlichkeit Bahn.

Überall bricht sich der Trend zu mehr Regionalität, Qualität und Natürlichkeit Bahn. Bild: LPD.

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Hobbygärtner haben im Moment alle Hände voll zu tun. Bei den Überlegungen, wie der Garten vielleicht umgestaltet werden könnte und welches Gemüse und welche Blumen in diesem Jahr sprießen sollen, bricht sich auch hier der Trend zu mehr Regionalität, Qualität und Natürlichkeit Bahn, schreibt der Landvolk-Pressedienst. Heimische Gewächse werden exotischen bevorzugt und gerade Linien und Ecken aus dem Garten verbannt. Organische und natürliche Formen und dazu selbstverständlich Materialien aus der Region machen das Bild des Gartens weicher. Der Trend zu mehr Selbstversorgung setzt sich fort, Nasch- und Gemüsebeete, möglichst als Hochbeete, Hühnerställe und Bienenstöcke halten Einzug in die Ziergärten. Aber auch an wildlebende Insekten wird gedacht, mit Insektenhotels und Blühpflanzen als Bienen- oder Insektenweide.

Egal ob optische oder kulinarische Leckerbissen, die 487 niedersächsischen Gartenbaubetriebe für Zierpflanzen bieten alles an, was die Hobbygärtner für ihren Traumgarten benötigen. Sie bauen Beet-, Balkon und Zimmerpflanzen, Stauden, Schnittblumen und Zierpflanzen oder Gehölze auf mehr als 700 ha an. Vertrieben wird die umfangreiche Palette direkt ab Hof, auf Wochenmärkten, in Einzelhandelsgärtnereien oder über Floristen. Hier ist die Beratung der Fachleute und natürlich die Frischgarantie inklusive. Auch in Baumärkten oder im Internet lassen sich Schnäppchen für den Hausgarten machen. Wer Wert auf Regionalität legt, sollte hier jedoch nach der Herkunft der Pflanzen fragen. In Niedersachsen ist der Gartenbau ein bedeutender Wirtschaftsbereich, in dem rund 2.500 Menschen beschäftigt sind. Bundesweit geht die Zahl der Gartenbaubetriebe zurück, zwischen 2012 und 2017 um 18% auf 3.700 Betriebe. Diese wirtschaften auf einer nahezu konstanten Fläche von 6.600 ha, meldet das Statistische Bundesamt. Nordrhein-Westfalen ist mit 3.100 ha das mit Abstand bedeutendste Bundesland für den Zierpflanzenanbau. Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen verfügten zusammen mit mehr als 2.000 ha über weitere 31% der Anbaufläche. (LPD)

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