LGS Trier: „Fast eine Bundesgartenschau“

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Bei seinem Besuch auf dem Gelände der Landesgartenschau Trier 2004 (LGS) zeigte sich ZVG-Präsident Karl Zwermann enorm beeindruckt vom neuen Petrisberg. Der „Bundespräsident der Gärtner“, wie der 64-jährige aus Usingen im Taunus bisweilen auch genannt wird, interessierte sich vor allem für die floralen Beiträge. Dabei fiel ihm auf Anhieb auf, dass „die Blumen und Pflanzen in einem ausgezeichneten Zustand sind“. Den Vorwurf, die Landesgartenschau Trier würde zu wenig Blumen bieten, wies er bei seinem Rundgang vehement zurück.

 

„Der Wechselflor erstreckt sich in Trier über 4.000 Quadratmeter. Damit kann die LGS den Vergleich mit anderen Gartenschauen problemlos aufnehmen“, sagte Zwermann bei seinem Rundgang über das ehemalige Militär-Areal. Insgesamt bezeichnete der Experte die Landesgartenschau-Fläche von 44 Hektar als „sehr groß“. Man könne fast schon von einer Bundesgartenschau sprechen. Stark beeindruckt hat ihn die Blumenfläche am Turm Luxemburg, die Zwermann als „ein richtiges Feuerwerk“ beschreibt. Durch die Bahn „Römer Express“ und die Velo-Taxen sei eine gute Möglichkeit gefunden worden, die Besucher elegant über das weitläufige Gelände und zu den einzelnen Attraktionen befördern zu können. Selbst alte und behinderte Menschen könnten so das gesamte Gelände sehen.

 

„Absolut begeistert“ ist Zwermann von den Partnerschaftsgärten, die eine „riesengroße Themenvielfalt bieten“. Außerdem bezeichnete der Gartenschau-Experte die Kombination mit der Bau-Ausstellung und den Hausgärten am idyllischen Wasserband als „äußerst gelungen“. Die Landesgartenschau Trier zeige, wie gut sich Beispiele für die eigenen vier Wände und die passenden Gärten dazu präsentieren lassen. Auch die Hallenschau beeindruckte den ZVG-Vorsitzenden nachhaltig. „Man kann sofort erkennen, dass die ausgestellten Pflanzen in einem ausgezeichneten Zustand sind. Verschiedenste Materialien sind nach den Worten Zwermanns gut kombiniert worden, „hier durften die Floristinnen und Floristen ihre Kreativität voll ausleben.“

 

Beeindruckt zeigte sich Zwermann vom Rosenvergleich und dem Rosenstammbaum-Garten mit den historischen Rosen. Eine Landesgartenschau könne sich nicht über die Gesetze der Natur hinwegsetzen. Die Rosen blühen vor allem im Juni und im September, während der anderen Monate sei die Anziehungskraft wesentlich geringer. „Deswegen kann bei einigen Besuchern der Eindruck entstehen“, so der Fachmann, „es gebe zu wenig Blumen in Trier.“ Wenn man jedoch bedenke, dass zahlreiche florale Beiträge und viele Kübelpflanzen das weitläufige Gelände schmücken, könne dieses Gefühl täuschen.

 

Gute Noten und ein großes Lob gibt der Inhaber eines Gartenzentrums für die Gelände-Gestaltung; für die Pflege gibt er sogar die Note „sehr gut“. „Das Gelände sieht hervorragend aus, auch die Rosen sind nach den zahlreichen Regenschauern optimal versorgt worden. Den Besuchern bietet sich ein richtiges Eldorado.“

 

In puncto Nachhaltigkeit sei eine Landesgartenschau auch wichtig für die regionale Wirtschaft. „Diese LGS zeigt, in welcher Form eine Gartenschau als Motor für die Stadtentwicklung fungieren kann. Beispielhaft sind die künftige Wohn-, Arbeits- und Freizeitflächen für die Nachnutzung.“ Es sei in Trier viel an die Zukunft gedacht worden. Den „wunderbaren“ Spiel- und Sportstätten stellte Zwermann ein Top-Zeugnis aus. „Schön, dass so viel von der Landesgartenschau erhalten bleibt und weiterhin von der Bevölkerung genutzt werden kann.“ (lagatr)

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