Landgard: Weist "Spiegel"-Bericht zurück

Landgard nimmt Stellung zu dem heute bei Spiegel-Online veröffentlichten Beitrag über die Erzeugergenossenschaft.

"Eskapaden bei der Agrargenossenschaft Landgard", schreibt Spiegel-Online heute. Bild: GABOT.

Anzeige

"Fette Firmenwagen, horrende Beraterhonorare, ausufernde Spesenrechnungen: Eine der größten deutschen Erzeugergemeinschaften hat seit Jahren über ihre Verhältnisse gelebt", schreibt Spiegel-Autor Nils Klawitter über die Erzeuger-Genossenschaft Landgard. Weiter heißt es: "Unter den Genossen wächst der Unmut über die Selbstherrlichkeit ihrer Bosse und deren laxe Aufseher."

Landgard hat zu dem heute online veröffentlichten Artikel Stellung bezogen und schreibt auf Nachfrage der GABOT-Redaktion: "Diese Ist-Situation unterscheidet sich deutlich von einem heute erschienenen Online-Artikel des Spiegels, in dem der Eindruck erweckt wird, Landgard habe aktuell wirtschaftliche Probleme und müsse sich um zusätzliche Kredite bemühen. Tatsächlich verhandelt Landgard derzeit eine Anschlussfinanzierung für bestehende Kredite. Die Verschuldung der Genossenschaft ist von 2011 bis heute um 57,6% gesunken und wird weiter abgebaut.

Landgard ist nach einer Sanierungsphase in den Jahren 2011 bis 2017 heute wirtschaftlich gesund. Nach einem Verlust von 61,5 Mio. Euro im Krisenjahr 2011 kam Landgard durch Sanierungserfolge im Jahr 2015 wieder in die Gewinnzone und wies in 2019 einen Gewinn vor Steuern von 25,3 Mio. Euro aus. Diese positive Entwicklung wird durch den erfolgreichen Ausbau strategischer Kundenbeziehungen und die kontinuierliche Akquise von großen Neukunden aus den verschiedensten Bereichen des Handels zusätzlich befeuert.

Im Jahr 2015 haben die Genossenschaftsmitglieder die Sanierung von Landgard durch das Bereitstellen von zusätzlichem Eigenkapital unterstützt. Vor diesem Hintergrund ist es für die Genossenschaftsmitglieder besonders bedeutsam, dass das wirtschaftliche Eigenkapital von 2015 bis heute um 82% auf 77,6 Mio. Euro angewachsen ist. Für die acht Jahre andauernde Sanierung war Landgard durch die finanzierenden Banken verpflichtet worden, Sanierungsberater zu beauftragen. Die Kosten für externe Berater liegen dabei unter 2% des Umsatzes in dieser Zeit, also durchaus niedrig angesichts der Größe von Landgard.

Die Vorwürfe des Spiegels reichen bis zu fünfzehn Jahre zurück. Auf Verfehlungen hat Landgard jeweils mit personellen Konsequenzen reagiert und dabei entstandene Schäden geheilt.

Der Spiegel-Redakteur hat leider in seiner Berichterstattung einseitig berichtet, obwohl er von der wirtschaftlichen Genesung Landgards und von den gezogenen Konsequenzen aus Compliance-Verfehlungen wusste. Der Berichterstattung ist eine mehrwöchige Recherche des Spiegel-Redakteurs vorweg gegangen, in der Landgard auf alle Vorwürfe transparent die Fakten dargelegt hat. Diese Fakten sind nicht in seinen Bericht eingeflossen – mutmaßlich, weil sie die 'Geschichte' zerstört hätten."

Kommentare (1)


Otto Rogmans 16. Nov. | 10:34

Das ist doch die Chance für LANDGARD.
Wenn der "Spiegel" so gravierende Unwahrheiten verbreitet und den Ruf der LANDGARD schädigt, dann sollte LANDGARD jeden Betrag in die Hand nehmen und mit den besten Anwälten den "Spiegel" mindestens auf 5 Geschäftsführer Jahresgehälter verklagen.
Sollte die Geschäftsführung dieses nicht in Betracht ziehen, dann wird man dem "Spiegel" wohl Glauben schenken müssen.

 

Anzahl Kommentare:1