Im Interview: Rainer Ostmann

Rainer Ostmann baut gerade eines der größten Gartencenter in Deutschland. Direkt nach dem ersten Spatenstich sprach GABOT mit dem Unternehmer, der in Oldenburg seinen 6. Standort an den Start bringen wird.

Rainer Ostmann beim Spatenstich für sein neues Gartencenter in Oldenburg. Bild: GABOT.

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Herr Ostmann, wie lange hat es von der Idee sich in Oldenburg anzusiedeln bis zum Baubeginn gedauert?

Vom ersten Gespräch sind schon mehr als 10 Jahre vergangen. Aber wir blicken natürlich jetzt nur nach vorne und auf das, was kommt. Wir freuen uns die Genehmigung erhalten zu haben und starten mit großer Vorfreude in dieses spannende Projekt.

Nach Bekanntwerden Ihrer Pläne hatten sich Mitbewerber in der "Initiative Miteinander für Oldenburg" zusammen geschlossen, um die Ansiedlung zu verhindern. Sind in diesem Punkt inzwischen die Wogen geglättet?

Auch hier würde ich gerne mehr nach vorne blicken. Die Kollegen vor Ort tun das auch und haben selber ihre Wege gefunden, neu investiert und Ihre Konzepte weiter entwickelt. Aus meiner Sicht wird das sehr gut nebeneinander funktionieren, da jeder seine individuellen Stärken und seine eigenen Geschäftsideen verfolgt. Der Kunde hat die Wahl!

Anfang 2019 sind Sie mit Ihren Gartencentern von der Sagaflor-Gruppe "Grün erleben" zur Kooperation Intratuin gewechselt. Wie unterstützt Sie der niederländische Partner bei der Realisierung des Projekts?

Der Wechsel des Konzeptes zu Intratuin war für die Unternehmensentwicklung schon jetzt ein ganz besonderer und wichtiger Schritt in Richtung Zukunft. Wir haben mit den neuen Kolleginnen und Kollegen in einer sehr offenen Kommunikation sehr viel erreicht. Alle Ostmann Standorte wurden komplett umgebaut und neu gestaltet. Sortimente wurden erweitert und angepasst und das gesamte CI und Marketing komplett verbessert und erneuert. Schritte, die schon jetzt sehr erfolgreich am Markt funktionieren und von unseren Kundinnen und Kunden sehr positiv aufgenommen werden.

Insgesamt sind wir sehr positiv und begeistert, was hier von den Kollegen und dem Team aus der Intratuin Zentrale in Woerden für das neue Projekt in Oldenburg geleistet wird. Die Unterstützung geht über viele Bereiche, ist höchst professionell und erfasst unter anderen Marketing und Merchandising, eine detaillierte Sortimentsgestaltung, die Entwicklung der Mitarbeiter und des Teams sowie die Planung der Gebäude, Wegeführung und Einrichtung. Es gibt für jeden Bereich entsprechende Spezialisten, die mit hohem Fachwissen und know-how diese Themen mit uns gemeinsam diskutieren und auf hohem Niveau zu Umsetzung bringen. Aus meiner Sicht eine höchst kompetente und sehr wertvolle Zusammenarbeit, die das Gesamtergebnis mit Sicherheit positiv prägen wird.

Wirken sich Megatrends wie z.B. die Themen Nachhaltigkeit und Regionalität auf die Umsetzungspläne für Ihr neues Gartencenter aus?

Diese Themen werden sicherlich ganz oben stehen und sind wichtiger denn je. Intratuin ist auch hier sehr aktiv und zukunftsorientiert unterwegs und gibt uns sehr viel Input.

Corona ist gerade allgegenwärtig. Wie hat diese Krise die Branche getroffen?

Die 10 Tage Schließung in der Hochsaison waren ganz sicher ein schwerer Schlag für die Gartencenter in Niedersachsen. Gesamtwirtschaftlich ist der Schaden natürlich immens und das Verbraucherverhalten in der Zukunft insgesamt schwerer abzuschätzen. Allerdings haben derzeit Haus und Garten einen enorm hohen Stellenwert. Dieses wird sich aus meiner Sicht für die grüne Branche insgesamt und auch auf Dauer eher positiv auswirken.

Vielen Dank!

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