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Landschaftsgärtner-Cup: Jan Ole Barth und Niklas von der Brehling siegen
Über Silber freuten sich Felix Körner und Victor Walther, beide POMOSUS Garten- und Landschaftsbau Christoph Rother aus Sachsen. Bronze ging an Leon Luca Schade von Hartmut Schmidt oHG und Hannes Weser von oar Gartenservice GmbH vom Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nord e. V.
22 Teilnehmerinnen und Teilnehmer traten am 16. und 17. September in Teams gegeneinander an. Für jedes von ihnen galt es, innerhalb von 15 Stunden einen vier mal vier Meter großen Gartenausschnitt umzusetzen. Gefordert waren dabei unterschiedlichste Fertigkeiten aus dem Berufsalltag – vom Arbeiten mit Naturstein und Klinker über den Holzbau bis hin zur fachgerechten Pflanzung.
Großes Können auf kleinem Raum
Im Mittelpunkt der diesjährigen Wettbewerbsaufgabe stand ein sogenannter „Tiny Garten“. Die Idee dahinter: Auch auf kleiner Fläche lassen sich grüne Orte schaffen, die Aufenthaltsqualität bieten – etwa im Umfeld eines Tiny Houses oder als grüne Insel im Straßenraum.
Entsprechend vielseitig war die Aufgabe, die Landschaftsarchitekt Michael Epple für den Cup entworfen hatte. Eine Sitzmauer über Eck aus regionalem Jura-Kalkstein gehörte ebenso zum Garten wie eine kleine Klinkerterrasse mit einer Einfassung aus einer sogenannten Grenadierschicht.
Blickfang und Mittelpunkt des Entwurfs war ein alter Birnbaum. Er wurde in einen Container gesetzt, der mit Holzlamellen verkleidet und mit einer Abdeckung versehen wurde. So wurde aus dem Pflanzgefäß zugleich eine zusätzliche Sitz- und Aufenthaltsfläche. Bei der Bepflanzung waren die Nachwuchskräfte selbst gefragt: Solitär-, Pracht- und Leitstauden mussten sie eigenständig auf der Fläche anordnen. Zum Einsatz kamen Pflanzen, die sich auch unter städtischen Bedingungen bewähren und mit vergleichsweise wenig Wasser und Pflege auskommen.
Damit verlangte die Aufgabe den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nicht nur handwerkliche Präzision ab. Auch ein gutes Gespür für Gestaltung, Pflanzenverwendung und die sinnvolle Organisation der eigenen Arbeit war entscheidend.
„Der Cup zeigt, was in unserem Beruf steckt“
BGL-Präsident und AuGaLa-Vorsitzender Thomas Banzhaf gratulierte den Siegerinnen und Siegern und würdigte zugleich die Leistung aller teilnehmenden Teams: „Der Landschaftsgärtner-Cup zeigt auf beeindruckende Weise, wie vielfältig und anspruchsvoll unser Beruf ist. Hier müssen innerhalb kürzester Zeit ganz unterschiedliche Materialien, Pflanzen und Arbeitstechniken zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenfinden. Dafür braucht es Fachwissen, handwerkliche Sicherheit, einen guten Blick für Gestaltung und vor allem echtes Teamwork. Genau das haben unsere 22 Nachwuchskräfte in diesen beiden Tagen unter Beweis gestellt. Ich gratuliere dem Siegerteam herzlich zum Deutschen Meistertitel – und allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu dem, was sie hier geleistet haben.“
Bewertung erstmals vollständig digital
Eine Premiere gab es 2026 auch bei der Bewertung des Wettbewerbs. Erstmals erfasste die Jury die Leistungen der Teams vollständig digital. Die einzelnen Arbeiten und Gewerke wurden dabei anhand der vorgegebenen Bewertungskriterien beurteilt.
Den Vorsitz der Fachjury hatte erneut Ludger Plaßmann. Gemeinsam mit den weiteren Jurorinnen und Juroren begleitete er die Teams durch die beiden Wettbewerbstage.
Für Plaßmann war es zugleich ein besonderer Cup: Nach vielen Jahren als Juryvorsitzender übte er diese Funktion 2026 zum letzten Mal aus. Auch für Landschaftsarchitekt Michael Epple endete in Nürnberg sein langjähriges Engagement. Er entwickelte zum letzten Mal die Wettbewerbsaufgabe des bundesweiten Cups.
Banzhaf dankte beiden für ihre wertvolle Arbeit: „Michael Epple und Ludger Plaßmann haben den Landschaftsgärtner-Cup über viele Jahre entscheidend mitgeprägt – jeder auf seine Weise und mit einem enormen persönlichen Einsatz. Michael Epple hat mit seinen Entwürfen immer wieder Aufgaben geschaffen, die fachlich fordernd waren und zugleich aktuelle Themen unserer Branche aufgegriffen haben. Ludger Plaßmann stand mit großer Fachkenntnis und viel Engagement an der Spitze der Jury. Dafür sagen wir beiden: Ganz herzlichen Dank!“
Chance auf die EuroSkills 2027
Die drei bestplatzierten Teams haben die Chance, in die landschaftsgärtnerische Nationalmannschaft aufgenommen zu werden. Aus dieser wird anschließend das Zweierteam ausgewählt, das Deutschland bei den EuroSkills 2027 in Düsseldorf im Skill Landscape Gardening vertreten wird.
Damit ist der Landschaftsgärtner-Cup nicht nur die „Deutsche Meisterschaft“ der Nachwuchs-Landschaftsgärtnerinnen und -Landschaftsgärtner, sondern zugleich ein mögliches Sprungbrett auf die internationale Wettbewerbsbühne.
Elf Teams aus ganz Deutschland
Die 22 Nachwuchskräfte hatten sich zuvor bei den Wettbewerben auf Landesebene für das Finale in Nürnberg qualifiziert.
Baden-Württemberg: Emilie Braun und Matilda Lehmann
Bayern: Moritz Wolf und Ramon Knab-Ziegler
Berlin und Brandenburg: Nils von Waldowski und Aaron Anton
Hessen-Thüringen: Jannes Weigel und Tom Nickmann
Mecklenburg-Vorpommern: Finn Ihde und Philipp Kunkel
Niedersachsen-Bremen: Jan Ole Barth und Niklas von der Brehling
Nord: Leon Luca Schade und Hannes Weser
Nordrhein-Westfalen: Leon Keller und Marvin Mühlhoff
Rheinland-Pfalz und Saarland: Vinzenz Bosse und Max Kotzan
Sachsen: Felix Körner und Victor Walther
Sachsen-Anhalt: Janne Konstantin Nemitz und Max Lenske
Auch 2026 wurde der Landschaftsgärtner-Cup von zahlreichen Partnern und Sponsoren aus der grünen Branche unterstützt. (BGL)

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