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Ellwangen: Landschaftsgärtner-Cup auf der LGS
Spannung bis zur letzten Minute: Die anspruchsvolle Wettbewerbsaufgabe verlangte den zwölf Teilnehmenden sowohl fachlich als auch zeitlich alles ab. Der von den Landschaftsarchitekten Michael Epple (Talheim) und Mirco Fehrenbach (Villingen-Schwenningen) entwickelte Entwurf stellte hohe Anforderungen an Präzision, Kreativität und Teamarbeit. Am Ende überzeugten Matilda Lehmann von der Firma Wolf Garten- und Landschaftsbau aus Ladenburg und Emilia Braun von der Firma Otto Müller GmbH aus Bammental mit einer starken Gesamtleistung und wurden verdient zu den Landessiegern gekürt. Damit vertreten sie Baden-Württemberg im September 2026 bei den Deutschen Meisterschaften im Garten- und Landschaftsbau auf der GaLaBau-Messe in Nürnberg.
Vizemeister sind Tobias Nickel von Langner Freianlagen aus Aidlingen und Elias Trescher von Westenfelder Garten- und Landschaftsbau GmbH aus Eggenstein-Leopoldshafen. Über Rang drei freuten sich Elia Pröschel von Dominik Weißhaupt GmbH & Co. KG aus Meckenbeuren und Felix Stähle von Garten-Moser Holding GmbH & Co. KG aus Reutlingen.
Die Preisverleihung fand am neuen Treffpunkt Grün auf dem Gelände der Landesgartenschau statt. Oberbürgermeister der Stadt Ellwangen Michael Dambacher würdigte die Leistungen der Nachwuchskräfte. Alexandra Gall, Vorständin Ausbildung und Fachkräftesicherung im Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg e. V. (VGL-BW), hob insbesondere das kontinuierliche Engagement der Ausbildungsbetriebe hervor, das angesichts des Fachkräftemangels von großer Bedeutung sei, und zeigte sich beeindruckt vom handwerklichen Niveau und dem Teamgeist der sechs Zweier-Teams: „Bis zur letzten Minute haben alle Teilnehmenden mit großem Einsatz gearbeitet. Diese Begeisterung war auch bei den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern spürbar, die die Teams lautstark unterstützt haben.“ Gleichzeitig dankte sie dem Ministerium für Ernährung, Ländlicher Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, welches die Schirmherrschaft durch Minister Peter Hauk übernommen hat.
Eine grüne Oase im Miniformat
Die gestellte landschaftsgärtnerische Aufgabe verlangte ein hohes Maß an Fachwissen und handwerklichem Können. Innerhalb von sieben Stunden entstanden auf jeweils 3x3 Metern individuell gestaltete Minigärten mit hoher Aufenthaltsqualität. Im Mittelpunkt der Gärten steht ein stilisierter, trockengelegter Bachlauf aus Kies und Findlingen, über den ein kleiner Holzsteg sowie passgenau eingemessene Schrittplatten führen. Eingefasst wird die Situation durch eine hochwertige Belagsfläche aus Mosaik-Porphyr sowie eine handbossierte, zweihäuptige Natursteinmauer aus heimischen Jura-Kalk, die zugleich als Sitzmauer dient. Ein Hochstamm der Silber-Linde, einem zukunftsfähigen Klimabaum, fungiert als Schattenspender. Die Pflanzflächen gliedern sich in drei Bereiche: pflegeleichte, bienenfreundliche Stauden für sonnige Standorte, trittfeste und trockenheitsverträgliche Arten in den Plattenfugen sowie robuste Stauden für den trockenen Bachlauf. Ergänzt durch Blüten- und Blattstauden sowie Gräser entstanden sechs abwechslungsreiche, kleine grüne Oasen zum Verweilen.
Neben fachlichen und handwerklichen Fähigkeiten waren vor allem Teamarbeit, Konzentration und Belastbarkeit entscheidend. Matilda Lehmann und Emilia Braun überzeugten dabei durch eine durchgehend souveräne Leistung und gehen bestens vorbereitet in den Bundesentscheid.
Alle sechs Wettbewerbsgärten können bis zum Ende der Landesgartenschau in Ellwangen neben den acht Schaugärten der Landschaftsgärtner an der Jagst besichtigt werden.

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