BGV: Veronika - der Herbst ist da!

Woran erkennt man, dass der Herbst naht? Nebel, kühle Morgentemperaturen, fallendes Laub? Mag sein: Im Garten, auf der Terrasse und vor der Eingangstür beginnt der Herbst jedoch mit Farbenpracht - und das mit Leichtigkeit: Verblühen die klassischen Sommerblumen sind bereits die schönsten Herbstblüher am Start. Begleitet werden sie von farbenfrohen Blattschmuckpflanzen.

Die Vielfalt der Strauchveronika ist groß - Inspiration und Beratung bieten die Gärtnereien, die an „Herbstlich willkommen“ teilnehmen. Bild: GMH.

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Eine ganze Reihe von ihnen sind bereits im Spätsommer eine Schau und machen bis in den Winter hinein Freude. Dazu gehören die Strauchveronika, botanisch auch als „Hebe“ bezeichnet. „Die was?“ fragt sich da manch einer – und genau deshalb rücken Bayerns Gärtner die Familie der Strauchveronika in diesem Jahr in die erste Reihe ihres Herbstsortimentes. Die kleinen, robusten Halbsträucher haben aus ihrer Sicht mehr Bekanntheit verdient. Ob als Blickfang im Beet, als stylischer Hingucker auf dem Balkon oder als verlässlicher Farbtupfer am Hauseingang bis weit in den Winter hinein – aus der großen Vielfalt der Strauchveronika lässt sich für jeden Zweck die passende Sorte finden. Ab dem 19.09.2026 zeigen daher fast 100 bayerische Gärtnereien die schönsten Ideen für die Verwendung von Strauchveronika im Garten, auf dem Balkon oder sogar im Haus, ganz unter dem Motto: „Herbstlich willkommen“. Weitere Gärtnereien aus Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen haben sich der Aktion zusätzlich angeschlossen. Bei ihnen allen heißt es ab Mitte September: „Veronika – der Herbst ist da“.

Strauchveronika – eine Familie, drei Gesichter

Leuchtende Blüten, edle Blätter – die große Gruppe der Strauchveronika hat beides zu bieten und es kommt nur darauf an, die passende Sorte auszuwählen. Von kompakten Polstern bis zu stattlichen, halbstrauchigen Exemplaren - für fast jeden Platz gibt es geeignete Sorten, die dort eine gute Figur machen. Am auffälligsten sind die blühenden Strauchveronika, z.B. die der „All Blooms“-Serie. Sie blühen bereits im August und bis in den späten Herbst hinein. Ihre kegelförmigen Blüten leuchten je nach Sorte in kräftigem Violett, sanftem Rosa, strahlendem Weiß oder tiefem Blau und setzen damit reizvolle Akzente. An der Versuchsanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim ließ sich beobachten, dass die Blüten nicht nur den Menschen gefallen, sondern auch gerne von Bienen und anderen nützlichen Insekten besucht werden. Ein zweite wichtige Gruppe sind die Blattschmuck-Veronika wie die der „Magicolor“-Serie. Ihr Schmuckwert beruht auf den farbigen Blättern in den verschiedensten Farben: Purpurrot und silbern gemustert oder mit einem Farbverlauf in warmen Tönen von Grün bis Bronze leuchten sie vom Spätsommer bis in den Winter hinein. Wird es zu kalt oder der Ostwind trocknet die Blätter aus, verlieren sie an Glanz. Ist der Winter aber mild und/oder der Standort geschützt, dann treiben sie im Frühjahr nach einem Rückschnitt wieder aus. Diese Blattschmuck-Veronika lassen sich hervorragend kombinieren mit herbstlichen Klassikern von Astern über Heide bis zur Zierpaprika. Die dritte Gruppe im Bunde sind die kleinblättrigen Sorten, die wie kleine grüne Kugeln wachsen: Diese kompakten, dicht wachsenden Sorten mit kleinem, aber sehr stabilem Laub, blühen kaum oder gar nicht. Sie überzeugen stattdessen durch ihre klare, kugelige Form und ihr ausdauerndes Grün, das ganzjährig Struktur in Beete, Kübel und sogar auf Gräber bringt. Diese Gruppe ist besonders robust und braucht nur in sehr kalten Wintern einen Winterschutz. Übrigens: Aus den Blattschmuck-Hebe lassen sich auch wunderschöne kleine Kränze binden. Die blühenden Sorten dagegen lassen sich gut zum Schnitt verwenden – oder man stellt gleich die ganze Pflanze als haltbaren „Blumenstrauß mit Wurzeln“ auf den Tisch In jedem Fall sind die Strauchveronika auch etwas für DIY-Begeisterte.

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