Grün in die Stadt: 'Forschungsinitiative Zukunft Bau'

Die FLL e.V. unterstützt die Initiatoren im Rahmen eines Expertengremiums seit 2011 bei der Auswahl förderungswürdiger Projekte und möchte alle Querdenker animieren, ihre Projektskizzen einzureichen.

Bauprojekte in der Stadt mit "grünem Rahmen". Bild: GABOT.

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Ein Blick in die Berichterstattung der deutschen Medien lässt im Jahr 2019 den Leser zaudern, dass die Welt dem Untergang geweiht ist. Eine Naturkatastrophe jagt die nächste, die sich im Kreis drehende Klimadebatte treibt die Schülerschaft auf die Straßen und selbst im Sommerloch der Politik werden Ideen verkündet, wie eine deutsche Klimaanpassung ausgestaltet werden könnte.

Was bedeutet dies für die Grüne Branche? Die Forderungen nach einer klimagerechten und ressourcenschonenden Anpassung deutscher Städte sind nicht neu. Neu ist nur, dass sich mittlerweile auch andere Kanäle und Empfänger für diesen Themenkomplex interessieren - nicht nur die Fachpresse und ihr ausgewähltes Publikum. Das Bedürfnis nach neuen Erkenntnissen, Ideen und Alternativen treibt immer mehr Menschen um, sodass dem Forschungsbedarf eine immer dringlichere Bedeutung zukommt.

Das Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat sowie das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung bietet im Rahmen der 'Forschungsinitiative Zukunft Bau' Fördermöglichkeiten für grüne Themen innerhalb der Baupraxis. Bis zum 15. Oktober 2019 können sich Einrichtungen und Unternehmen bei dem neu entwickelten Online-Antragsverfahren registrieren und Projektskizzen darstellen, die sich den Sparten Bauwesen, Architektur sowie Bau- und Wohnungswirtschaft zuordnen lassen.

Die Förderung der Forschungsinitiative fokussiert sich insbesondere auf den Umgang mit Gebäudebestand, die Senkung von Bau- und Lebenszykluskosten, Mehrwerte von Architektur und baukultureller Praxis sowie auf die Entwicklung von Prozess- und Wertschöpfungsketten im Bau, den demografischen Wandel, neue Materialien und Techniken im Sinne der Kreislaufwirtschaft sowie klima- und umweltfreundliche Bauweisen.

Womit wir wieder beim Ausgangsthema dieser Mitteilung sind. In der deutschen Baupraxis ist in Sachen Innovation und insbesondere Klimaresilienz sicherlich noch Luft nach oben. Seit der Initiierung der 'Forschungsförderung Zukunft Bau' im Jahr 2006 wurden bisher 1.200 Forschungsprojekte und mehr als 70 Modellvorhaben mit über 140 Mio. Euro Bundesmitteln unterstützt.

Die FLL e.V. unterstützt die Initiatoren im Rahmen eines Expertengremiums seit 2011 bei der Auswahl förderungswürdiger Projekte und möchte alle Querdenker animieren, ihre Projektskizzen einzureichen. Erkenntnisse müssen in die Praxis, um umgesetzt werden zu können und eine monetäre Förderung kann diesen Transfer unterstützen.

Weitere Informationen zur Förderung finden sich auf der Homepage www.zukunftbau.de. Unter www.zukunftbau.de/antragstellung findet sich das elektronische Antragssystem. Für Fragen wurde zudem eine Hotline eingerichtet, die unter der Nummer +49 228 994001-1616 zu erreichen ist. Machen Sie mit und unsere Gebäude und Städte damit grüner und nachhaltiger! (Quelle: FLL)

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