Gartenlaubkäfer: Jetzt Bekämpfung starten

Der Rasen ist der Augapfel vieler Grundstückseigentümer. Gut gepflegt bildet er den sattgrünen Rahmen der eigenen vier Wände und erweitert das Wohnzimmer in den Sommermonaten um nicht wenige Quadratmeter. Da ist es nur verständlich, dass gefräßige Organismen, die es auf den Rasen oder seine Bewohner abgesehen haben, der Mehrheit der Hausbesitzer ein Dorn im Auge sind.

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Der Rasen ist der Augapfel vieler Grundstückseigentümer. Gut gepflegt bildet er den sattgrünen Rahmen der eigenen vier Wände und erweitert das Wohnzimmer in den Sommermonaten um nicht wenige Quadratmeter. Da ist es nur verständlich, dass gefräßige Organismen, die es auf den Rasen oder seine Bewohner abgesehen haben, der Mehrheit der Hausbesitzer ein Dorn im Auge sind. Ganz oben auf der roten Liste steht in diesem Zusammenhang seit vielen Jahren der Gartenlaubkäfer, gegen den gottlob ein Wurm gewachsen ist. 

Die Anwesenheit des nur 10 mm langen Schädlings im Garten wird durch vertrocknete Stellen im Rasen zur traurigen Gewissheit. Schuld daran sind die Larven des Gartenlaubkäfers, die als Engerlinge bezeichnet werden. Die Weibchen legen ihre Eier zwischen Ende Mai und Anfang Juni bevorzugt in Rasenflächen mit lückigem Bewuchs ab. Drei Wochen später schlüpfen die Engerlinge und beginnen damit, ihr Unwesen im Rasen zu treiben, indem sie die Grasnarbe bis kurz unter die Bodenoberfläche abfressen. Da sie oft in großer Zahl auftreten, können die Engerlinge gepflegte Rasenflächen stark schädigen. Erstes Symptom ist eine leicht anzuhebende Grasnarbe. Später entstehen durch Vertrocknen gelbe Flecken im Rasen. Zu diesem Schaden kommt häufig ein zweiter hinzu, denn die Nachkommen des Gartenlaubkäfers sind bei Krähen, Dachsen und Wildschweinen eine beliebte Nahrungsergänzung. Auf der Jagd nach den schmackhaften Engerlingen wühlen sie den Rasen um und hinterlassen oftmals ein Feld der Verwüstung.  


Für Obstbauern ist vor allem der Reifungsfraß der ausgewachsenen Gartenlaubkäfer ein Problem. Diese nämlich fressen neben Blättern und Blüten auch junge Äpfel an, was zum frühzeitigen Fruchtfall führt.  

Aber glücklicherweise muss es so weit gar nicht erst kommen. Denn wie nahezu jedes Lebewesen hat auch der Gartenlaubkäfer natürliche Gegenspieler und genau diese Tatsache kann sich der Mensch bei der Bekämpfung des Schädlings zunutze machen. Wissenschaftler haben entdeckt, dass die Engerlinge des Gartenlaubkäfers stark reduziert werden können, wenn man bestimmte räuberische Fadenwürmer (Nematoden) auf sie loslässt. Die mikroskopisch kleinen Würmer dringen in die Engerlinge ein und geben dort ein Bakterium ab, das die Schädlinge innerhalb weniger Tage zum Absterben bringt. In dem getöteten Schädling vermehren sich die Nematoden, verlassen den Kadaver und machen sich umgehend auf die Suche nach neuen Engerlingen, die sie parasitieren können.  

"Da sie Schädlinge wirkungsvoll bekämpfen, werden diese Nematoden vom Menschen als Nützlinge bezeichnet", erklärt Dr. Helmut Haardt, der beim schleswig-holsteinischen Unternehmen re-natur auf die Züchtung, den Vertrieb und die Bestimmung von Nützlingen spezialisiert ist. Weil das System so gut funktioniert, steigt die Nachfrage vor allem bei denjenigen, die keine chemischen Insektizide einsetzen möchten oder können. Im Gegensatz zur Chemie hat der Einsatz nützlicher Nematoden keinerlei Nebenwirkungen: "Die Nützlinge schaden weder Pflanzen noch Rasenflächen und sind auch für Menschen und andere Tiere völlig harmlos, da sie hochspezialisiert sind. Gerade dies macht sie wirkungsvoller als jedes chemische Insektizid. Auch konnten wir bisher nicht beobachten, dass ein Schädling resistent gegenüber Nematoden geworden ist", erklärt Haardt.  

Die Anwendung der Nematoden ist denkbar einfach: Sie werden von Spezialisten auf künstlichem Nährboden massenvermehrt und dann von Firmen wie re-natur zu Millionen in kleinen Beuteln verpackt angeboten. Das Ausbringen der Nematoden erfolgt, ähnlich wie die eines chemischen Pflanzenschutzmittels, mit der Gießkanne oder der Pflanzenschutzspritze, nachdem das Substrat mit den Nützlingen in Wasser aufgelöst wurde. Bester Zeitpunkt: Mitte Juli bis Ende September, da sich die Larven dann kurz unter der Erdoberfläche befinden.  

Nematoden können auch gegen viele andere Schädlinge, wie zum Beispiel den Mai- oder Junikäfer, eingesetzt werden. Da die Fadenwürmer jedoch ausschließlich auf bestimmte Wirte spezialisiert sind, ist es von entscheidender Bedeutung, den passenden Mikrowurm für den jeweiligen Engerling zu wählen. Da die Engerlinge auf den ersten laienhaften Blick jedoch alle gleich aussehen, bietet re-natur einen kostenlosen Bestimmungsservice an: Einfach zwei, drei Engerlinge mit etwas Erde in einer Filmdose oder ähnlichem verpacken und per Post an re-natur, Am Pfeifenkopf 9, 24601 Stolpe schicken. Die Nematoden gegen den Gartenlaubkäfer sowie alle weiteren Nützlingsprodukte sind in der Rubrik "Biologischer Pflanzenschutz" im Online-Shop unter www.re-natur.de erhältlich. Hier bietet re-natur auch Pheromonfallen an, die erwachsene Käfer in Obstplantagen dezimieren.

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