Garten-Lifestyle-Sortimente: Kunden greifen tiefer in die Tasche

Die Zeichen stehen auf Grün: Die Trendagenturen erklären mit "Night Watch" ein tiefes Dunkelgrün zur Living-Trendfarbe 2019. Parallel steigen trotz hoher Preissensibilität auf Anbieter- und Konsumentenseite die Pro-Kopf-Ausgaben für das Wohnen im Grünen seit 2010 kontinuierlich an.

Der Grillboom hält weiter an. Bild: GABOT.

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Garden-Living darf sich innerhalb der allgemeinen Wohnwelt zu den High-Interest Bereichen zählen. Denn im Schnitt investieren die Bundesbürger alle zwei Jahre in ihr Freiluft-Wohnzimmer – unabhängig vom Wohlwollen der Wettergötter. Der Supersommer 2018 rückte sich schon früh ins Bewusstsein der Branche. So stieg laut Metoda-E-Commerce-Index bereits im April 2018 die Online-Nachfrage um 4,1% über den Wert des Vorjahresmonats. Von März auf April 2018 wuchs sogar keine andere Kategorie stärker als die „Garten“-Suchanfrage.

Qualität kommt an

Dabei unterstreicht die Preisbereitschaft der Konsumenten, dass Garden-Living Imagefaktor geworden ist. Immerhin kaufen 59% der Deutschen häufig bzw. gelegentlich Produkte von höchster Qualität bzw. zu einem hohen Preis. In der Folge steigt das Marktvolumen für alle Gartensortimente stetig an, auch wenn die Preisstrategien des Massenmarktes die Bäume nicht in den Himmel wachsen lassen. Dennoch punkten beispielsweise Kunststoffmöbel im Vergleich der Jahre 2010 bis 2017 mit einem Plus von 16,2%. Und für Garten- und Balkonmöbel aus Metall griffen die Konsumenten 2017 um 3,9% tiefer in die Tasche als im Vorjahr.

Lifestyle-Sortimente im Steigflug

Ist die Einrichtung komplett, wird bevorzugt in Outdoor Lifestyle-Sortimente investiert. So hält der Grillboom weiter an. Wobei Gasgrills 2017 mit einem Marktvolumen von 296 Mio. Euro zu Endverbraucherpreisen die eindeutigen Favoriten sind vor Holzkohle- (211 Mio. Euro), Elektro- und Palletgrills.

Der Erfolg des Grillsegments wird einerseits mit neuen Produktideen, Premiumangeboten und dank verlängerter Nutzungszeiten bis weit in die Nachsommersaison befeuert. Andererseits erreichen die Anbieter mit balkontauglichen und mobilen Geräten weitere Zielgruppen. So wuchsen in der Summe die Pro-Kopf-Ausgaben für „Grillen im Garten“ von 2010 bis 2017 um 13,7%.

Mit plus 40% seit 2010 ist allerdings „Licht im Garten“ der Shooting-Star. Zwar nimmt sich die durchschnittliche Pro-Kopf-Ausgabe mit 2,94 Euro (2017) relativ gering aus. Dennoch steigen die Ausgaben für Außenleuchten, Wegeleuten, Strahler & Co. Allein 2017 um 2,1%. Hier haben Außen-Wandleuchten die Nase vorn vor Außen-Decken- und Wegeleuchten.

Online gewinnt

Sieht man von den Impulsen eines Supersommers à la 2018 ab, stehen die Chancen für die Garden-Living-Branche in weiterer Zukunft nicht schlecht. Auf Vertriebsseite wird dabei in erster Linie das Online-Geschäft profitieren, für das Marketmedia24 bis zum Jahr 2025 ein Wachstum von gut 22% erwartet. (Quelle: Marketmedia24)

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