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EDV-Börse: Öffnet sich für alle BdB-Baumschulen bundesweit
Traditionell stärkt die Börse der Schleswig-Holsteiner Baumschulwirtschaft den Handel vor allem im Pinneberger Baumschulland untereinander und beschleunigt die Warenströme erheblich.
An diesen Vorteilen können nun ab dem 1. Oktober 2026 auch bundesweit Baumschulen teilhaben, sofern sie Mitglied im Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. sind. Diesen Beschluss fasste die Mitgliederversammlung des BdB Schleswig-Holstein in seiner internen Mitgliederversammlung. Jan-Hinrich Heydorn, Bevern, 2. Stellv. Vorsitzender im BdB Landesverband und Vorsitzender des Fachausschusses „EDV-Börse SH“ fasst den wegweisenden Beschluss in Worte: „Baumschulen können künftig bundesweit als externe Nutzer Einsicht in die Pflanzenbestände unserer Baumschulen in Schleswig-Holstein erhalten, die Ergebnisse der Abfragen digital im Gartenbauformat (.gbf) verarbeiten und auch Anfragen stellen. Dieses Angebot ist zwingend an die Mitgliedschaft im BdB gebunden.“
Gesa Glißmann, Bullenkuhlen, und Sönke Münster, Borstel-Hohenraden, aus dem Fachausschuss „EDV-Börse SH“ erläutern die verbundenen Kosten und das Verfahren für externe Nutzer: „Die Teilnahme an unserer Börse kostet für externe Nutzer eine einmalige Aufnahmegebühr in die Börse von 2.000 Euro, den Jahresbeitrag in Höhe von 600 Euro (12 x 50 Euro), den alle Börsenmitglieder jährlich zahlen, sowie zusätzliche Gebühren an Fa. Rita Bosse Software GmbH (für die Schnittstelle), derzeit 12 x 20 bis 25 Euro (alle Angaben netto zzgl. MwSt.). Nach Eingang der Zahlungen wird der Zugang für externe Nutzer technisch über einen client zum Börsen-Server hergestellt. Voraussetzung ist eine vorhandene Warenwirtschaft mit gbf-Import und gbf-Export.“
Rechtlich gehört die Baumschulbörse dem Landesverband Schleswig-Holstein im Bund dt. Baumschulen (BdB) e.V., Ellerhoop. Die Service GRÜN Fördergesellschaft für Baumschulen und Gartenbau in Norddeutschland mbH, 100 %-ige Tochter des BdB Schleswig-Holstein, steuert das operative Geschäft der Baumschulbörse. Geschäftsführer Dr. Frank Schoppa: „Wir starten ab 1. Oktober und nehmen dann kontrolliert externe Nutzer auf. Davon versprechen wir uns eine Stärkung unserer Baumschulbörse als wichtigem Marktplatz im Norden und zukünftig auch in ganz Deutschland.“
Das Einstellen eigener Pflanzenbestände sowie die Nutzung des chatrooms (Schwarzer Brett) bleibt der ordentlichen Börsen-Mitgliedern in Schleswig-Holstein vorbehalten.

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