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Marmorierte Baumwanze: Saison gestartet
Exportunternehmen sollten die erforderlichen Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung jetzt fest in ihre Abläufe einplanen, um kostspielige Konsequenzen zu vermeiden.
In den vergangenen Jahren hat sich die Bedrohung durch die BMSB weltweit verschärft. Die zunehmende Verbreitung und das invasive Potenzial dieser Schädlinge machen sie zu einer ernsthaften Gefahr für landwirtschaftliche Produkte und Exportgüter weltweit. Australien und Neuseeland schotten sich daher in den Herbst- und Wintermonaten, der Baumwanzen-Saison, besonders ab. Für betroffene Seefracht nach Australien gelten die verschärften Einfuhrregelungen in der Saison 2026/27 für Waren, die zwischen dem 1. September 2026 und dem 30. April 2027 verschifft werden. Maßgeblich ist dabei das Verschiffungsdatum. Für Neuseeland gelten die Maßnahmen für betroffene Waren, die ab dem 1. September exportiert werden und bis einschließlich 30. April in Neuseeland eintreffen.
Zum Start der Saison 2026
Das Problem: Wenn die Temperaturen bei uns sinken, suchen die Marmorierten Baumwanzen Zuflucht an dunklen und warmen Orten, sehr gerne auch in Frachtcontainern. Betroffen davon sind viele unterschiedliche Gütergruppen, darunter Holz, Kork, Teppiche, Glas, Metallwaren und vieles mehr. Exporteure müssen sicherstellen, dass diese Waren vor der Verschiffung begast oder hitzebehandelt werden, um das zur Einfuhr in Australien und Neuseeland erforderliche BMSB Treatment Certificate zu erhalten. Dabei ist es egal, ob die Güter in den Risikoländern hergestellt oder nur aus diesen versendet werden – ohne dieses Zertifikat droht die Vernichtung der Güter oder die Rückverschiffung auf eigene Kosten.
„Es ist entscheidend, dass Exportunternehmen jetzt aktiv werden und die nötigen Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen frühzeitig planen“, mahnt Stefan Hilse, Category Director S&A Service und Anwendungstechnik GmbH. „Die Behörden in Australien und Neuseeland sind streng und machen keine Ausnahmen.“
Exporteure sollten daher jetzt genau prüfen, ob ihre Waren zu den Hochrisikogütern gehören. Wenn ja, sollten sie Lieferungsverzögerungen sowie die Kosten für eine Schädlingsbehandlung einkalkulieren und ihre Kundinnen und Kunden rechtzeitig darüber informieren.
Die Einfuhrbedingungen im Einzelnen
Eine BMSB-Schädlingsbehandlung der Güter dürfen grundsätzlich nur die Firmen durchführen, die wie S&A dafür zugelassen wurden. Die Serviceleistungen des Unternehmens reichen von der Gas- oder Hitzebehandlung einzelner Container bis zum Komplettpaket inklusive Logistik, Handling, Lagerung und Verschiffung.
Je nach Behandlungsart gibt es gewisse Vorgaben. So muss zum Beispiel bei der Hitzebehandlung die kälteste Oberfläche der Ware für mindestens 30 Minuten 56°C erreichen. Damit ist diese Form der Behandlung schneller als die mit Begasungsmitteln. Denn diese müssen mindestens zwölf Stunden einwirken und anschließend 24 Stunden lüften.
Entscheidet sich das Exportunternehmen für eine Begasung, dürfen die Warenpaletten nicht völlig dicht eingeschweißt sein. „In diesem Fall raten wir unseren Kundinnen und Kunden zum Wickelnetz. Das ist eine gute Alternative“, sagt Hilse. Zudem muss im Container genügen Platz sein, damit sich das Gas entfalten kann. Und auch das ist wichtig: Während des gesamten Begasungsprozesses ist häufig eine Umgebungstemperatur von 10°C oder mehr nötig.
Besondere Sendungen wie Open Top, Flat Racks und Break Bulk nach Australien müssen vor Verschiffung im Abgangsland behandelt werden. Je nach Größe der Ware kann dies in einer Halle oder sogar im Schiffsraum selbst erfolgen. Nach einer Behandlung an Land müssen diese Container dann aber innerhalb von 120 Stunden auf das Schiff verladen werden. Für Australien gilt diese Regelung nur bis zum 1. Dezember.
Fallstricke sicher vermeiden
Die Vorgaben sind komplex und bergen für Exportunternehmen viele Fallstricke. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich daher einen kompetenten Partner an die Seite holen. S&A ist der Spezialist für Material- und Vorratsschutz und verfügt über eine tiefgreifende Expertise in der Schädlingsbehandlung von Exportwaren. Als Teil der renommierten Rentokil Initial Gruppe, Innovationsmarktführer auf dem Gebiet der Schädlingsbekämpfung, erfüllt das Unternehmen zudem höchste internationale Qualitäts- und Sicherheitsstandards und ist global bestens vernetzt.

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