BOG: Kostensteigerungen belasten Betriebe

Eine breite Themenpalette stand bei der 136. Sitzung des Bundesausschusses Obst und Gemüse (BOG), die erstmals seit 2,5 Jahren am 26. und 27. April 2022 wieder in Präsenz in Berlin stattfand, auf der Agenda.

Sitzung des Bundesausschusses Obst und Gemüse (BOG) am 26. und 27. April 2022 in Berlin. Bild: BOG.

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OG-Vorsitzender Jens Stechmann begrüßte, dass sich Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir für die Wertschätzung landwirtschaftlicher Produkte und Familienbetriebe einsetzen will. Sorgen bereiten Stechmann jedoch die geplante mengenbasierte Reduzierung des Einsatzes von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln, die oftmals ideologisch geprägt sei. Insbesondere die lange Diskussion mit der EU-Kommission zur Dünge-Verordnung bzw. zur derzeitigen Gebietsabgrenzung zeigen, dass das Wirtschaften immer komplexeren Anforderungen zugrunde liegt. Des Weiteren belasten der Mindestlohn und die im Kontext des Ukraine-Krieges gestiegenen Preise für Betriebsmittel die Obst- und Gemüsebaubetriebe enorm. Auch die derzeit diskutierte Mehrwertsteuerbefreiung von Obst und Gemüse ist differenziert zu betrachten.

Weitere Themen der Sitzung waren die Marktlage bei Obst und Gemüse, der Stand beim Schutz gegen unlautere Handelspraktiken, neueste Entwicklungen beim QS - Prüfsystem für Lebensmittelsicherheit, Auswirkungen der jüngsten EU-Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), die Düngeverordnung, Recycling von Agrarkunststoffen sowie die Regelungen zur kurzfristigen Beschäftigung. (ZVG/BOG)

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