VGL-BW: Baumforum 2025

Unter dem eindringlichen Titel "Gefahr für unsere Standtbäume! Wie sie überleben – und was jetzt getan werden muss!" fand am 08. Juli 2025 das Baumforum des Verbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg e.V. (VGL-BW) in Karlsruhe statt.

Personen von links nach rechts: Prof. Hartmut Balder, Albrecht Bühler (Vorstand Ausbildung VGL-BW), Pit Schumacher, Dr. Konrad Rühl (MLR). Bild: VGL-BW.

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Über 70 Fachleute aus Kommunen, Fachschulen und der grünen Branche diskutierten gemeinsam Wege zum Erhalt und Schutz städtischer Bäume im Klimawandel. Karlsruhe, 08.07.2025 – Eröffnet wurde die Veranstaltung von Albrecht Bühler, Vorstand des VGL-BW für Ausbildung.

In seinem Grußwort betonte Dr. Konrad Rühl, Ministerialdirigent und Leiter der Agrarverwaltung im Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR), die Bedeutung der grün-blauen Infrastruktur für eine zukunftsfähige Stadtplanung. Zudem verwies er auf die Rolle der Gartenschauen in Baden-Württemberg, die seit 1980 jährlich stattfinden und zur nachhaltigen Stadtentwicklung beitragen. Anfang 2026 sollen dann die Gartenschaustädte von 2037 bis 2041 ausgeschrieben werden. Ein zentrales Thema des Forums war die zunehmende Stressbelastung von Stadtbäumen durch Hitze, Trockenheit und Bodenverdichtung. Prof. Dr. habil. Hartmut Balder vom Institut für Stadtgrün zeigte in seinem Vortrag innovative Konzepte auf, wie nachhaltige Begrünung, Regenwassermanagement und Biodiversität helfen können, urbanes Grün langfristig zu sichern.

„Stadtbäume sind keine Selbstverständlichkeit mehr – ihre Zukunft erfordert kluge Planung und politisches Engagement“, betonte Balder. Auch der Schutz von Bäumen auf Baustellen stand im Fokus. Pit Schumacher, M. Sc. Urbanes Baum- und Waldmanagement, stellte in seinem Vortrag das „1x1 der baumschutzfachlichen Baubegleitung“ vor. Anhand zahlreicher Praxisbeispiele veranschaulichte er, wie frühzeitige Planung und fachgerechte Überwachung Baumverluste bei Bauprojekten vermeiden können. „Naturschutz und Bau müssen keine Gegensätze sein, sie können und müssen zusammen gedacht werden“, so Schumacher. Innovative Technik zur schonenden Wurzelraumbearbeitung präsentierte Anton Eiswirt, Produktspezialist der Firma Kiesel. Mit der neuen KTEG 360° Multi Saugbox wurde den Teilnehmenden eine kompakte, leise und präzise Lösung für Arbeiten im sensiblen Baumumfeld vorgestellt, ein zukunftsweisender Ansatz für Pflege und Erhalt städtischer Baumstandorte.

Am Nachmittag erhielten die Teilnehmenden bei einer Führung durch den Zoologischen Stadtgarten und den Rosengarten Karlsruhe praxisnahe Einblicke in die baulichen und gestalterischen Konzepte der kommunalen Grünpflege. Das Baumforum 2025 endete mit einem klaren Appell: Nur durch vorausschauende Planung, interdisziplinäre Zusammenarbeit und den Einsatz innovativer Technik kann das Stadtgrün den Herausforderungen des Klimawandels standhalten. Die Teilnehmenden verließen das Forum mit wertvollen Impulsen und konkreten Handlungsideen für ihre Arbeit vor Ort.

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