Bayer: Kohlendioxidbindung als neue Einnahmequelle

Dank einer neuen Initiative von Bayer gibt es für die Landwirtschaft nun eine weitere Lösung, um den Klimawandel positiv zu beeinflussen.

Bayer beginnt damit, Landwirte in Brasilien und den USA für Reduzierung von CO2-Emissionen zu entlohnen. Bild: Bayer.

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Seit diesem Monat belohnt Bayer Landwirte in Brasilien und Nordamerika für die Einführung klimafreundlicher Verfahren wie dem Verzicht auf das Pflügen und den Anbau von Zwischenfrüchten, die dazu beitragen sollen, dass der CO2-Fußabdruck und die Treibhausgasemissionen ihrer Betriebe reduziert werden.

Das Programm „Carbon Initiative“ von Bayer, das branchenweit neue Maßstäbe setzt, ist das Ergebnis jahrelanger Arbeit zur Validierung eines wissenschaftlich fundierten Ansatzes und einer Methodik zu dessen praktischer Umsetzung. Es erkennt die zentrale Rolle an, die Landwirte und ihre Felder für dauerhaft positive Umweltauswirkungen spielen können. Das neue Nachhaltigkeitsversprechen von Bayer zielt speziell darauf ab, die Treibhausgasemissionen auf den Feldern bis 2030 um 30% zu senken.

„Landwirte sind leidenschaftliche Umweltschützer und Bewirtschafter ihres Landes“, sagte Brett Begemann, Chief Operating Officer der Crop Science Division von Bayer. „Ihr Lebensunterhalt hängt vom Wetter ab, und sie gehören zu den ersten, die von Dürre, Überschwemmungen und extremen Bedingungen betroffen sind. Wenn jemand ein begründetes Interesse an der Bekämpfung des Klimawandels hat, sind es die Landwirte, und wir sind entschlossen, neue Geschäftsmodelle wie diese einzigartige Initiative zu entwickeln, um ihnen in diesem Kampf zu helfen.“

Im Boden lässt sich Kohlendioxid mit am effektivsten binden. Indem die Landwirte dazu angeregt werden, auf das Pflügen zu verzichten, den Stickstoffbedarf präzise zu ermitteln oder Zwischenfrüchte zu nutzen, wird CO2 besser im Boden gebunden, der Verbrauch fossiler Brennstoffe reduziert und die Treibhausgas-Emissionen reduziert. Während Landwirte heute ausschließlich für ihre Nahrungsmittel-, Futtermittel- und Faserproduktion entlohnt werden, haben die Teilnehmer der Bayer „Carbon Initiative“ die Möglichkeit, für ihre Bewirtschaftungspraxis und andere Nachhaltigkeitsanstrengungen bezahlt zu werden.

Während der Anbausaison 2020/2021 werden rund 1.200 Landwirte in Brasilien und den USA an dem Programm teilnehmen. In beiden Ländern erhalten die Landwirte Unterstützung bei der Umsetzung klimafreundlicher landwirtschaftlicher Verfahren, und Bayer wird die dadurch bewirkten CO2-Reduzierungen zu transparenten Preisen erwerben. Das Unternehmen arbeitet auch mit Partnern wie Embrapa in Brasilien zusammen, um einen funktionsfähigen Kohlendioxid-Markt für Landwirte aufzubauen.

Bayer plant, das Programm in den USA und Brasilien auf weitere Landwirte und später auch auf andere Weltregionen mit maßgeschneiderten Ansätzen auszudehnen. Landwirte können dann auswählen, welche klimafreundlichen Verfahren für sie am besten geeignet sind. In Europa untersuchen wir, wie dieser innovative Ansatz im Rahmen des European Green Deal angepasst werden kann. Unser Ziel im asiatisch-pazifischen Raum ist es, die Produktivität der Kleinbauern zu steigern und die Methanemissionen aus dem Reisanbau zu senken.

„Wir freuen uns im Rahmen der neuen Bayer Carbon Initiative, mit Landwirten zusammenzuarbeiten“, fügte Begemann hinzu. „Wir freuen uns, diesen wichtigen Schritt gemeinsam mit den Landwirten zu unternehmen, um zur Schaffung einer CO2-freien Zukunft für die Landwirtschaft beizutragen. Das wäre ein wichtiges Erbe, das wir gemeinsam mit den Landwirten aufbauen können, um es an die nächsten Generationen weiterzugeben.“ (Bayer)

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