BASF: Zahlt für Biodiversitätsmaßnahmen

BASF unterstützt Landwirte dabei, die richtige Balance zwischen Ökonomie und Ökologie zu schaffen.

BASF bietet damit Landwirten seit dieser Anbausaison neben einer fachlichen Beratung auch eine finanzielle Unterstützung für die Umsetzung von Biodiversitätsmaßnahmen an. Bild: BASF.

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Dies bedeutet, gleichzeitig die Produktivität in der Landwirtschaft zu fördern und Ressourcen, Umwelt und Klima zu schonen. Zu diesem Zweck hat sich BASF ehrgeizige Ziele gesetzt:

• 30% weniger CO2 pro Tonne Ernteertrag bis 2030
• 7% jährliche Steigerung des Umsatzanteils von Lösungen mit einem besonderen Beitrag zur Nachhaltigkeit
• Mehr als 400 Mio. Hektar, die bis 2030 durch digitale Technologien unterstützt werden
• Sichere Anwendung unserer Produkte durch intelligente Produktverantwortung
• 10% vernetzte Biodiversitätsfläche bis 2030 ohne Verlust von Ertrag

Um diese Ziele zu erreichen, bietet BASF nicht nur innovative Lösungen, sondern auch praxistaugliche Finanzierungsmodelle für Landwirte an. Bereits seit 2013 arbeitet BASF mit verschiedenen Landwirten und Experten im Rahmen des BASF FarmNetzwerk Nachhaltigkeit daran, mehr vernetzte Biodiversitätsflächen in die landwirtschaftliche Produktion zu integrieren. Aus den gewonnenen Erkenntnissen hat ein Beirat bestehend aus Experten aus Landwirtschaft, Natur- und Umweltschutz eine „Checkliste Biodiversität“ erarbeitet, welche zehn ökologisch wirksame und praktikabel umzusetzende Maßnahmen zur Biodiversitätsförderung zusammenfasst. Häufig ist jedoch die Finanzierung dieser kostspieligen Maßnahmen eine große Hürde für Landwirte. „Daher wurden die Maßnahmen der „Checkliste Biodiversität“ von uns mit einem „Preisschild“ für die Umsetzung der Biodiversitätsmaßnahmen versehen“, erklärt Markus Röser, Leiter Kommunikation und Nachhaltigkeit bei BASF Agricultural Solutions Europa Nord. Dieses umfasst neben anfallenden Kosten für zum Beispiel Saatgut auch Pflegeaufwendungen oder Ertragsausfälle.

„BASF bietet damit Landwirten seit dieser Anbausaison neben einer fachlichen Beratung auch eine finanzielle Unterstützung für die Umsetzung von Biodiversitätsmaßnahmen an“, so Röser. Die Abwicklung erfolgt über das BASF- eigene Loyalitätsprogramm FarmersClub. Entscheidet sich ein Landwirt anstelle der herkömmlichen Prämien für „Biodiversitätsleistungen“, dann verdoppelt BASF seine Punkte und ermöglicht eine Auszahlung in Euro. Voraussetzungen dazu sind: teilnehmende Landwirte müssen Kunde bei BASF. Außerdem müssen Landwirte zusätzlich zu den vorgeschriebenen 5% Ökologische Vorrangfläche noch1% Ackerfläche in Biodiversitätsfläche umwandeln mit drei Maßnahmen aus der „Checkliste Biodiversität“.

Um die Umsetzung der Biodiversitätsmaßnahmen zu dokumentieren, wird eine Blockchain-Technologie genutzt. Landwirte dokumentieren die angelegten Maßnahmen über ein Tool, welches die Daten nach Bestätigung auf der Blockchain speichert. Daten zu Ort, Art und Standort der durchgeführten Maßnahmen sind somit transparent, rückverfolgbar und unveränderbar in Form eines Zertifikats gespeichert sowie über einen QR-Code abrufbar. So kann jeder mit Zugang zum entsprechenden QR-Code nachvollziehen, welche Maßnahmen finanziell unterstützt werden. Diese Zertifikate dienen nicht nur der Dokumentation der Maßnahmen, sondern werden auch gehandelt. Auf diese Weise können dann auch andere Unternehmen die Umsetzung von Biodiversitätsmaßnahmen in der Landwirtschaft finanziell unterstützen.

In Ergänzung zu diesem BASF eigenen „#wirzahlenBiodiversität“ Programm, arbeitet BASF weiterhin mit Partnern entlang der Wertschöpfungskette zusammen. Im Jahr 2020 startete bereits das Pilotprojekt „Lerchenbrot“, um Biodiversitätsmaßnahmen über die Wertschöpfungskette zu finanzieren. Dominik Bellaire, einer der vier Pilot-Landwirte ist begeistert von dem Projekt und berichtet: „Die Idee fand ich von Anfang an toll. Dabei geht es mir auch um die Öffentlichkeitsarbeit. Ich komme über das Projekt wieder in Kontakt mit dem Verbrauchern und sie verstehen, dass wir für Biodiversitätsmaßnahmen entlohnt werden müssen“.

Nun geht das im ersten Jahr bereits erfolgreiche Projekt in die zweite Runde. Die ehemals 40 Hektar Anbaufläche für Winterweizen wurden bei der Aussaat 2021 auf insgesamt 570 Hektar in ganz Deutschland ausgeweitet. Außerdem werden 10% der Gesamtanbaufläche als Biodiversitätsfläche bewirtschaftet. Die umgesetzten Maßnahmen umfassen dabei nicht nur Lerchenfenster, sondern alle zehn Maßnahmen aus der „Checkliste Biodiversität“.

Die entstehenden Endprodukte werden zukünftig nicht mehr nur regional, sondern deutschlandweit vertrieben. Zusätzlich wurde das Projekt bereits auf weitere Kulturen und Endprodukte ausgeweitet. So wurden neben Winterweizen auch insgesamt 1.130 Hektar Eruca-Raps angebaut. Dieser wird von den weiteren Projektpartnern als Rohstoff unter anderem in Kosmetikartikeln verarbeitet. Auch hier werden 10% der Gesamtanbaufläche als Biodiversitätsfläche bewirtschaftet, sodass diese beiden BASF-Projekte 2021 insgesamt 170 Hektar Biodiversitätsflächen finanzieren.

Auch hier wird die Nachvollziehbarkeit der umgesetzten Biodiversitätsmaßnahmen über ein Blockchain-System sichergestellt. Über dieses werden die etablierten Biodiversitätsmaßnahmen dokumentiert. BASF plant in Zukunft, weitere Projekte dieser Art mit verschiedenen Anbaukulturen und Endprodukten ins Leben zu rufen. Durch die Verteilung der Verantwortung für die Förderung von Biodiversität entlang der gesamten Wertschöpfungskette fördert BASF nicht nur mehr Biodiversität, sondern unterstützt Landwirte bei der richtigen Balance zwischen Ökonomie und Ökologie – für Landwirte, Landwirtschaft und zukünftige Generationen. (BASF)

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