Arbeitskreis Spargel: Tagung in Veitshöchheim

Vom 11. bis 12. September tagte in Veitshöchheim der Arbeitskreis Spargel der Fachgruppe Gemüsebau im Bundesausschuss Obst und Gemüse (BOG) und im Zentralverband Gartenbau e.V. (ZVG).

Spargelberater aus Deutschland in den Spargelanlagen von Hans Wolf aus Prichsenstadt. Bild: Schneider.

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Der Arbeitskreis Spargel der Fachgruppe Gemüsebau im Bundesausschuss Obst und Gemüse (BOG) und im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) tagte vom 11. bis 12. September in Veitshöchheim. Die drei Schwerpunkthemen Düngeverordnung, Krautabreife und Sortenschutz prägten die Tagung der Spargelspezialberater.

Die neue Düngeverordnung und deren Umsetzung 2017 in die Praxis stand im Fokus der 75. Tagung des Arbeitskreises Spargel. Für reine Kohlbetriebe bereitet die Verordnung wahrscheinlich hinsichtlich des Stickstoffbedarfs spezifische Probleme. Die Arbeitskreismitglieder sprachen sich für eine bundesweit einheitliche Umsetzung aus, um Wettbewerbsunterschiede auszuschließen. Dazu sollten die erarbeiteten Mustervollzugshinweise möglichst von allen Bundesländern identisch umgesetzt werden.

Vorgestellt wurden neue Untersuchungen des Leibniz-Instituts für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) zum Thema Krautabreife. Diese ergaben, dass es bei den Sorten Gijnlim und Rapsody keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich der Kohlehydrateinlagerung in der Pflanze gibt.

Der Austausch von Versuchsergebnissen gehörte zu den Kernaufgaben des Arbeitskreises Spargel. In diesem Jahr wurden Sortenversuche aus der Pfalz und aus Bayern vorgestellt. Das Ranking nach Ertrag und Wirtschaftlichkeit verschiedener Sorten veränderte sich. Die Einzelergebnisse können zu einem späteren Zeitpunkt in Hortigate eingesehen werden.

Seit 2013 ist der „Spargel aus Franken“ als geografische Herkunftsangabe (g.g.A.) europaweit geschützt. Zuvor lief ein langjähriges Anerkennungsverfahren. Der Spargelanbau in Franken hat Tradition und lässt sich bis 1702 zurückverfolgen. Die besondere klimatische Lage, verbunden mit den fruchtbaren und sandigen Böden, begünstigen die Spargelkultur. 63% der 568 bayerischen Spargelbetriebe befinden sich in Franken. Sie bauen Spargel auf 1.009 Hektar ihren Bleich- und Grünspargel an.

Abgerundet wurde die Tagung mit Betriebsbesichtigungen bei den Spargelbetrieben Udo Hertlein in Kleinlangen und Hans Wolf in Prichsenstadt. (ZVG/BfG)

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