- Startseite
- Aktuelle Zahlen, Daten und Fakten zur Fl...
Aktuelle Zahlen, Daten und Fakten zur Floristik-Branche
Rund 6,6 Mrd. Euro werden in Deutschland jährlich für Schnittblumen und Topfpflanzen ausgegeben. Damit liegt die Bundesrepublik im Verbrauch von Produkten des grünen Marktes weltweit in der Spitzengruppe.Von diesen 6,6 Mrd. Euro entfallen rund zwei Drittel auf den privaten Verbrauch (für den Geschenk- und Eigenbedarf), das restliche Drittel wird für gewerbliche Zwecke eingesetzt.
Für Schnittblumen werden in Deutschland rund 3,3 Mrd. Euro jährlich ausgegeben. Rund 20 % davon stammen aus heimischer Produktion. Die übrigen 3,3 Mrd. Euro entfallen auf Topf-, Balkon- und Beetpflanzen. Hieran hat der deutsche Gartenbau einen erheblichen Marktanteil: Er liegt im Segment Topfpflanzen bei rund 60 %, bei Beet- und Balkonpflanzen beläuft sich der Marktanteil auf rund 75 %.
Die statistischen Pro-Kopf-Ausgaben für Schnittblumen, Beet- und Balkonpflanzen und Zimmerpflanzen betragen in der Bundesrepublik wertmäßig rund 81 Euro pro Jahr. Darin sind alle privaten und gewerblichen Aufwendungen enthalten.
Der Anteil der Deutschen, die Blumen und Pflanzen kaufen, ist in den letzten vier Jahren kontinuierlich gestiegen. Im vergangenen Jahr haben 73,1 % der Deutschen mindestens einmal Geld für Blumen und Pflanzen ausgegeben. Diese positive Tendenz lässt sich in fast allen Bereichen beobachten.
Deutschland ist das größte Schnittblumenimport-Land der Welt. Die nach Deutschland importierten Schnittblumen haben einen Wert von rund 1,2 Mrd. Euro zu Großhandelseinkaufspreisen. Weltweit geben Verbraucher ca. 30,4 Mrd. Euro jährlich für Schnittblumen aus. Davon entfallen auf die USA 6,1 Mrd. Euro, auf Japan 5,6 Mrd. Euro, auf Westeuropa 12,8 Mrd. Euro und andere Nationen 6,1 Mrd. Euro.
Die Ausgaben von ca. 3,3 Mrd. Euro in Deutschland entsprechen einer Menge von 300.000 Tonnen Schnittblumen im Jahr. 48.000 Tonnen davon sind Drittlandware, also Ware, die nicht aus EU-Ländern importiert wird.
Der gesamte Geschenkemarkt (Schnittblumen, Topfpflanzen, Geschenke aller Art) hat in der Bundesrepublik ein Volumen von rund 16,3 Mrd. Euro. Auf Blumen und Pflanzen entfallen etwa 1,3 bis 1,5 Mrd. Euro. Schnittblumen und Topfpflanzen stehen auf den vorderen Plätzen der Hitliste der Geschenke. Platz 1 nehmen Geldgeschenke
ein.
58 % der gesamten privaten Ausgaben für Schnittblumen werden für Schnittblumen als Geschenk aufgewendet. Im Bereich Zimmerpflanzen entfallen 53 % der privaten Ausgaben auf den Geschenkebereich.
Zimmerpflanzen haben weiter an Beliebtheit gewonnen. Die Käuferreichweite stieg auf 49,6 %. Das heißt, dass im vergangenen Jahr jeder zweite Deutsche mindestens einmal eine Zimmerpflanze gekauft hat.
70 % der Ausgaben für Produkte des grünen Marktes werden im Fachhandel (Floristfachgeschäft, Gärtnerei und Gartencenter) getätigt. 20 % der Ausgaben entfallen auf den Bereich Baumarkt, Verbrauchermarkt, Supermarkt und Discounter. Auf Wochenmärkten werden 6 % der Ausgaben umgesetzt, 4 % entfallen auf weitere Einkaufsstätten.
In der Bundesrepublik Deutschland existieren rund 16.000 Florist-
Fachgeschäfte mit rund 100.000 MitarbeiterInnen. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Branche rund 9.000 Ausbildungsverträge bundesweit.
Verbraucher können sich auf den hohen Umweltstandard von Blumen und Pflanzen aus deutscher Produktion verlassen. Zunehmend werden Umweltleistungen durch Umwelt- und Qualitätsprogramme überprüft.
Blumen werden aus vielen Ländern eingekauft. Die Verbraucher möchten das ganze Jahr über aus einem reichhaltigen Sortiment an Schnittblumen auswählen können. Der Handel mit Schnittblumen und Pflanzen ist dadurch zu einem wichtigen internationalen Markt geworden, der Menschen weltweit Arbeit gibt. Die Preise werden durch Angebot und Nachfrage geregelt. Der Anteil importierter Schnittblumen schwankt im Jahresverlauf. So werden in den Wintermonaten, in denen die klimatischen Bedingungen für den Schnittblumenanbau in Europa eher ungünstig sind, größere Mengen an Schnittblumen aus Ländern importiert, die nicht der Europäischen Union angehören.
Zur einheimischen Produktion von Schnittblumen kommen Importe im Wert von rund 1,2 Mrd. Euro. Wichtigstes Lieferland sind die Niederlande mit einem Anteil von 80 %. Mit deutlichen Abstand folgen Italien, Kolumbien, Israel und Kenia.
Klassiker unter den Schnittblumen ist nach wie vor die Königin der Blumen: die Rose. Zu jeder Gelegenheit und in allen Variationen ist sie die richtige Blume. Damit ist die Rose sowohl für den Geschenk- wie auch für den Eigenbedarf des wichtigste Produkt. Insgesamt 500 Mio. Rosen stammen aus heimischem Anbau, rund 1,4 Mrd. Rosen werden jährlich in Deutschland verkauft. Hinter der Rose liegen Tulpen und Nelken in der Gunst der Verbraucher. (IFLO/GABOT)
Quellen:
Fachverband Deutscher Floristen e.V.
Verband des Deutschen Blumen-Groß- und Importhandels e.V.
CMA Centrale Marketing-Gesellschaft der Deutschen Agrarwirtschaft mbH

Kommentare (0)
Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.