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AGRAVIS: Will genossenschaftliche Lösungen im Agrarhandel
Die Bank will sich von ihrem Warengeschäft trennen. „Wir glauben daran, dass es richtig ist, das Warengeschäft nicht meistbietend in Einzelteile zu zerschlagen. Wir setzen auf unser Angebot, das ganzheitlich genossenschaftliche Zukunft lebt und genossenschaftliche Strukturen sichert. Dafür werben wir“, betonte Jan Heinecke, Mitglied des AGRAVIS-Vorstandes, während der AGRAVIS-Hauptversammlung in Oldenburg. Die AGRAVIS befinde sich in konstruktiven Gesprächen mit umliegenden Genossenschaften, um unter der Federführung der AGRAVIS Niedersachsen-Süd GmbH eine gemeinsame genossenschaftliche Lösung zu entwickeln. Entscheidend seien dabei neben der nachhaltigen Wirtschaftlichkeit der Erhalt von Arbeitsplätzen, regionale Entscheidungsfreiheit und die aktive Einbindung der Mitglieder.
Dieses Vorgehen entspricht dem Selbstverständnis der AGRAVIS innerhalb des genossenschaftlichen Agrarhandels. Das Unternehmen versteht sich als Teil eines starken Raiffeisen-Verbundes „mit dem formulierten Auftrag unserer Eigentümer, genossenschaftliches Geschäft zu sichern und auszubauen“, so Heinecke. In unterschiedlichen Regionen ihres Arbeitsgebietes hat die AGRAVIS gemeinsam mit genossenschaftlichen Partnern schon solche gemeinsamen Lösungen umgesetzt: An der schon erwähnten AGRAVIS Niedersachsen-Süd GmbH sind vier Genossenschaften eine Finanzbeteiligung eingegangen. Ein anderes positives Beispiel ist in der Region Westfalen die Railand Raiffeisen AG.
Kooperationen wie diese oder die beschriebene mögliche Lösung für das Warengeschäft der VR Plus könnten laut Heinecke auch für andere Regionen eine Blaupause sein. Denn in vielen Teilen Deutschlands stünden Genossenschaften aufgrund des Strukturwandels vor ähnlichen Herausforderungen. „Wir sind dialogbereit und unterstützen solche Prozesse gern“, sagte Heinecke abschließend.

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