Lubera: Züchtungszusammenarbeit mit dem James Hutton Institute

Lubera AG in der Schweiz hat eine intensive Züchtungszusammenarbeit mit dem James Hutton Institute in Schottland (Dundee) begonnen. Im Fokus stehen dabei rote Johannisbeeren und Heidelbeeren.

Die Johannisbeerzüchterin Amanda Moura und Markus Kobelt vor dem neuen Hauptgebäude des James Hutton Institute. Bild: Lubera.

Die Züchter von Lubera selektionieren in den Züchtungspopulationen des James Hutton Institutes interessante Genotypen, diese werden dann in der Schweiz und in Deutschland auf ihre Garteneignung geprüft – mit dem Ziel neuer Sorten mit interessanten Eigenschaften. Gleichzeitig wird auch die eigene Züchtung von Lubera gestärkt, die neue Eigenschaften in ihr Züchtungsprogramm einkreuzen kann.

Bei den roten Johannisbeeren liegt der Fokus auf höherer Resistenz gegen Mehltau, größeren und süßeren Beeren sowie besonderen Eigenschaften wie dekorativem Laub. Ziel ist es, klimafitte Sorten zu schaffen, die auch nach milden Wintern zuverlässig tragen.

Bei den Heidelbeeren geht es vor allem um besseren Geschmack, aromatischere Sorten, interessante Reifeverteilungen und besondere Wuchsformen. Erste Überraschungen wie nachblühende Pflanzen könnten neue, ertragreiche und mehrfach tragende Sorten ermöglichen.

Die Zusammenarbeit ist langfristig angelegt, da Züchtung 5-10 Jahre bis zur Marktreife braucht. Erste konkrete Sorten sind frühestens in einigen Jahren zu erwarten, doch die bisherigen Ergebnisse zeigen bereits vielversprechende Entwicklungen.

Wann gibt es neue Sorten aus dieser Zusammenarbeit?

Auf diese Frage gibt es keine klare Antwort: „Es dauert, bis es halt fertig ist,“ sagt Markus Kobelt, Gründer und Inhaber von Lubera. "Züchtung braucht Zeit. Wer hier nicht langfristig denkt, in Zyklen von 10-20 Jahren, wird nie etwas erreichen. Aber eines weiß ich nach zwei Selektionsjahren in Schottland schon ganz sicher und ohne Schulterzucken: Es wird bessere Heidelbeeren und rote Johannisbeeren für den Hausgarten geben! Bis zu den ersten konkreten Sorten werden aber mindestens 5-10 Jahre vergehen. Das ist ja eigentlich - zumindest für einen Pflanzenzüchter - gar nicht so lange hin! Und hätten wir nicht schon vor 2 Jahren begonnen, würde es noch länger dauern!"

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