ZVG: Resistenzmanagement möglich machen

Der Vorsitzende des Bundesausschusses Obst und Gemüse (BOG) Jens Stechmann traf sich mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Uwe Feiler vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) am 20. Oktober 2020 im Alten Land.

Schaden durch die Kirschessigfliege. Bild: Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd e.V.

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Vor Ort konnte der BOG wichtige Themen der Branche ansprechen und die Herausforderungen der Betriebe verdeutlichen, unter anderem zur dramatischen Zulassungssituation von Wirkstoffen für den Pflanzenschutz. Während des gemeinsamen Termins konnte die prekäre Zulassungssituation von Wirkstoffen für den Pflanzenschutz anhand von Beispielen aus der Praxis veranschaulicht werden. Besonders durch den Wegfall von Wirkstoffen wie Thiacloprid, Abamectin und Pirimicarb und das Nichtzulassen von Spirotetramat hat sich die Situation für den integrierten Pflanzenschutz weiter verschärft. Laut BOG-Vorsitzenden Stechmann sind auch in Zukunft Behörden und die Politik gefordert, Wirkstoffe anhand wissenschaftlicher Studien zu bewerten, um die Quantität und Qualität von Ernten nicht zu gefährden. „Das wirksame Resistenzmanagement ist derzeit kaum noch möglich, da die Vielfalt an Wirkmechanismen fehlt“, so Stechmann. Es gilt, die bestehenden Indikationslücken zu schließen. Aufgrund der derzeitigen Zulassungssituation sind Schädlinge wie die Apfelblutlaus, der Pflaumenwickler und der Birnenblattsauger nicht ausreichend bekämpfbar, die Gefahr von Resistenzen steigt enorm. Durch den Klimawandel treten zudem neue Schädlinge wie die Kirschessigfliege oder die Marmorierte Baumwanze auf, welche in Italien bereits erhebliche Schäden angerichtet haben. Der Termin stellte die Fortführung der andauernden Gespräche zwischen dem BOG und dem BMEL dar. (ZVG/BOG)

 

 

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