ZBG: Georg-Arends-Medaille für Christoph Kleinhanns

Der Zentralverband Gartenbau verlieh auf Antrag des Bundesverbandes Zierpflanzen (BVZ) die Georg-Arends-Medaille an Christoph Kleinhanns für dessen jahrzehntelange züchterische Aktivitäten und Erfolge.

Der Zentralverband Gartenbau verlieh auf Antrag des Bundesverbandes Zierpflanzen (BVZ) die Georg-Arends-Medaille an Christoph Kleinhanns für dessen jahrzehntelange züchterische Aktivitäten und Erfolge. Die Auszeichnung erfolgte in der Mitgliederversammlung des Zentralverbandes Gartenbau am Samstag, 3. September, im Rahmen des Deutschen Gartenbautages auf der BUGA 2011 in Koblenz. Heinz Herker, Präsident des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), würdigte Kleinhanns als eine wichtige Persönlichkeit in der Züchtung vieler Sorten, die sich etablieren konnten.

Als Kleinhanns, der schon von Kindheit an den Berufswunsch Gärtner hatte, Gartenbau studieren wollte, wurden in der damaligen DDR keine Studienplätze für das Fach vergeben. Also schwenkte Kleinhanns, geboren im erzgebirgischen Gornsdorf, um auf das Studium Landwirtschaft an der Berliner Humboldt-Universität.

Als Absolvent wurde er 1964 staatlicherseits in das volkseigene Gut Eisleben (Sachsen- Anhalt) vermittelt und kam seinem Gartenbau-Berufswunsch damit etwas näher, beschäftigte sich nun mit Tomaten und Radies. Die von ihm geschaffenen Sorten waren in der DDR Markt bestimmend (zum Beispiel Radies 'Korund' und 'Ilka' oder die Tomaten 'Harzfeuer', 'Islebia' und 'Tamina'). Insgesamt war Kleinhanns an 40 neuen Gemüse- und Kräutersorten maßgeblich beteiligt.

Mit der politischen Wende änderte sich auch der berufliche Lebensweg von Christoph Kleinhanns: 1989 wurde er bei Samen-Mauser in Quedlinburg Saatzuchtleiter, wo er auch mit Zierpflanzen arbeiten konnte. Als die Firma später in die Quedlinburger Saatzucht überging, ging Christoph Kleinhanns mit. Als 1998 die Blumenzüchtung aus dem Unternehmen von Hamer-Wagner heraus gekauft wurde, ging Christoph Kleinhanns wieder mit - und beschäftigte sich fortan nur noch mit Zierpflanzen. Das blieb so, auch als sich der Name des Arbeitgebers wieder änderte, nun in „Florensis". Damit war Kleinhanns nun bei seinem ursprünglichen Berufswunsch endlich angekommen. 2010 verabschiedete er sich von dort nach 46 Berufsjahren in der Züchtung in den Ruhestand.

Seit Beginn seiner Tätigkeit in Quedlinburg war Kleinhanns an der Neuzucht von 180 Sorten beteiligt, darunter bei Viola, Osteospermum, Petunia, Lavandula und Salvia, die viele - auch internationale - Auszeichnungen erhielten. Damit hat Christoph Kleinhanns großes Wissen, Fleiß und Geduld sowie Hartnäckigkeit bewiesen. Auch auf Bundesgartenschauen war Kleinhanns aktiv und wurde mehrfach ausgezeichnet in Hallenschau-Wettbewerben. (ZVG)

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