ZALF: DFG-Nachwuchsakademie "Agroecosystems 2020"

Die Nachwuchsakademie "Agroecosystems 2020" fand Anfang Oktober mit 20 Teilnehmenden statt.

Die DFG-geförderte Nachwuchsakademie „Agroecosystems 2020“ am ZALF begleitet 20 herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler auf ihrem Weg zu einem eigenen Forschungsprojekt. Bild: ZALF.

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Die Woche vom 5. bis 9. Oktober 2020 stand am Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung e.V. (ZALF) ganz im Zeichen der Förderung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Unterstützt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und organisiert vom ZALF fand die Nachwuchsakademie „Agroecosystems 2020“ mit insgesamt 20 Teilnehmenden statt. Ein intensives Workshop-Programm gab den jungen Forschenden die Möglichkeit, sich zu vernetzen und individuell zu Aufbau, Methodik und Finanzierung ihrer Forschungsvorhaben beraten zu lassen. Im Rahmen der Akademie können sich die Teilnehmenden bei der DFG zudem um Fördermittel für ein eigenes Forschungsprojekt bewerben.

Initiiert wurde die Akademie von Prof. Dr. Frank Ewert, dem Wissenschaftlichen Direktor des ZALF und Prof. Dr. Steffen Kolb, dem Leiter der ZALF-Arbeitsgruppe „Mikrobielle Biogeochemie“ und Co-Leiter des Programmbereichs „Landschaftsprozesse“. Insgesamt hatten sich über 60 Nachwuchsforscherinnen und -forscher für die Akademie beworben. Davon wurden 20 herausragende Teilnehmende in einem Begutachtungsverfahren ausgewählt.

Zur Akademie wurden zusätzlich 16 renommierte Expertinnen und Experten unterschiedlicher Fachrichtungen eingeladen. Die Teilnehmenden hatten nach einer Präsentation ihres Forschungsvorhabens die Möglichkeit, mit einigen dieser Fachleute individuelle Coaching-Gespräche zu führen. Dr. Kathrin Grahmann, Nachwuchsforscherin des Programmbereichs 2 „Landnutzung und Governance“ des ZALF, nahm an insgesamt sechs dieser Gespräche teil. „Das hilft mir, meine wissenschaftliche Fragestellung genauer zu definieren und den Rahmen meines geplanten Projekts zum Thema Nitratauswaschung in diversifizierten Agrarlandschaften zu fokussieren. Durch einen der Experten bin ich auf die Idee für die Einbindung und Anwendung einer neuen wissenschaftlichen Methodik gekommen. So vielseitiges Feedback von erfolgreichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bekommt man sonst selten.“, berichtet Grahmann.

Auch Dr. Christian Kraus, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Arbeitsgruppe „Pflanzenschutz im Weinbau, Mykologie“ des Julius Kühn-Instituts in Siebeldingen konnte neue Impulse sammeln: „Ich möchte untersuchen, welchen Einfluss der maschinelle Rückschnitt von Weinreben auf die Wurzeln der Pflanzen hat. Die Coaching-Gespräche haben mir gezeigt, dass die Idee für meine Forschungsfrage grundsätzlich gut ist, ich aber meine Hypothese und den Finanzierungsantrag noch anders formulieren könnte.“

Fachlicher Austausch unter den Teilnehmenden und Synergieeffekte sind in der Akademie erwünscht: „Interdisziplinarität ist in der Agrarforschung wichtig und zeichnet das ZALF aus. Dem Thema Landnutzung kann man sich zum Beispiel aus Sicht einer Mikrobiom-Forscherin oder eines Experten für Robotik nähern. Für einige der Teilnehmenden der Akademie war es neu, die Perspektive anderer Fachrichtungen auf ihr Forschungsthema kennenzulernen. Wir begrüßen es, dass die jungen Forschenden voneinander lernen und in ihren Projekten und für Förderanträge miteinander kooperieren“, erklärt Prof. Dr. Steffen Kolb.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Akademie werden sich im Anschluss an diese Workshop-Woche in Müncheberg auf eine Projektförderung bei der DFG bewerben. „Von den hier vorgestellten Forschungsvorhaben, die übrigens alle exzellent sind, können etwa die Hälfte im Anschluss an die Akademie für zwei Jahre von der DFG gefördert werden“, so Kolb. Für die jungen Forscherinnen und Forscher wäre eine Finanzierungszusage ein wichtiger Meilenstein für ihre wissenschaftliche Laufbahn nach der Promotion: Mit den Mitteln der DFG könnten sie ihr eigenes Forschungsprojekt leiten. (ZALF)

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