Weihnachtssterne: Die Saison beginnt

Mit seinen prachtvollen, sternförmigen Hochblättern bringt er Farbe in die dunkle Jahreszeit und sorgt in der Weihnachtszeit für festliche Stimmung. Gleichzeitig ist er robust und pflegeleicht. Da verwundert es nicht, dass die Pflanze in den letzten beiden Monaten des Jahres weiterhin die Nummer Eins unter den blühenden Zimmerpflanzen ist.

Mit vielfältigen Farben, Formen und Größen bringen Weihnachtssterne winterliche Räume zum Erstrahlen. Nicht-rote Varietäten findet man vor allem zum Saisonbeginn Ende Oktober, Anfang November. Bild: Stars for Europe.

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In ganz Deutschland startet in diesen Tagen der Weihnachtsstern­verkauf. Ob Rot, Rosa, Pink, Orange, Lachs, Apricot, Gelb, Weiß, Creme, zweifarbig oder bunt, ob Mini, Busch oder Hochstämmchen, in rund 700 Gärtnereien im ganzen Land zeigt der schöne Winter­blüher pünktlich zu Saisonbeginn seine gesamte Vielfalt. Mit seinen prachtvollen, sternförmigen Hochblättern bringt er Farbe in die dunkle Jahreszeit und sorgt in der Weihnachtszeit für festliche Stimmung. Gleichzeitig ist er robust und pflegeleicht. Da verwundert es nicht, dass die Pflanze in den letzten beiden Monaten des Jahres weiterhin die Nummer Eins unter den blühenden Zimmerpflanzen ist.

Bestseller mit steigenden Marktanteilen

Mehr als 30 Mio. Weihnachtssterne gehen in Deutschland Jahr für Jahr über den Ladentisch. Und das, obwohl der Verkaufszeitraum nur wenige Wochen beträgt. Mit einem Marktanteil von annähernd 50% ist der Weihnachtsstern in den Monaten November und Dezember seit rund 20 Jahren der absolute Bestseller unter den blühenden Zimmerpflanzen. Fast jede zweite am Jahres­ende gekaufte blühende Zimmerpflanze ist ein Weihnachtsstern. Über das gesamte Jahr hinweg belegt der Weihnachtsstern in der Top Ten Liste der blühenden Zimmerpflanzen nach Angaben der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) den zweiten Platz. Lediglich die Orchidee wird noch häufiger gekauft. Rund 105 Mio. Euro gaben die Deutschen im Jahr 2018 für Weihnachtssterne aus. Dies entspricht einem Marktanteil von rund 10% am Gesamtmarkt blühender Zimmer­pflanzen, der sich 2018 laut AMI auf rund 1,1 Mrd. Euro belief. Im Jahr 2008 hatten die Ausgaben für den Weihnachtsstern noch bei rund 103 Mio. Euro gelegen, bei einem Gesamtmarkt blühender Zimmerpflanzen von rund 1,29 Mrd. Euro. Damals lag der Marktanteil des Weihnachtssterns bei 8%. Mit einem stabilen Ausgabenvolumen konnte der Weihnachtsstern seine relativen Marktanteile in den vergangenen zehn Jahren im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzen steigern.

Ausgaben rauf, Stückzahlen runter: der Trend geht zu größeren Pflanzen

Insgesamt sind die Ausgaben für Weihnachtssterne im Jahr 2018 laut Verbraucherpanel der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Vergleich zu 2017 um 2% gestiegen. Diese Entwicklung ist auf einen höheren Durchschnittspreis zurückzuführen. Gab der Verbraucher 2018 durchschnittlich 2,91 Euro für einen Weihnachtsstern aus, waren es Vorjahr zehn Cent weniger. Gleichzeitig gingen die verkauften Stückzahlen auf Endverbraucherebene 2018 um 2% zurück. Bei den blühenden Zimmerpflanzen insgesamt sanken die verkauften Stückzahlen im Gesamtjahr 2018 sogar um 6%. Der etwas höhere Durchschnittspreis bei leicht gesunkener Stückzahl weist darauf hin, dass der Verbraucher verstärkt zu größeren Pflanzen greift, und das nicht nur bei Weihnachtssternen. Auch für blühende Topfpflanzen allgemein gilt, dass die Durchschnittspreise tendenziell steigen, die gekauften Stückzahlen aber zurückgehen. Für Weihnachtssterne lässt sich diese Entwicklung auch anhand der Ergebnisse der AMI-Anbauerhebung Zierpflanzen nachvoll­ziehen. Während vor vier, fünf Jahren noch 30 bis 40% der in Deutschland produzierten Weihnachtsstern Mini-Weihnachtssterne mit Topfgrößen unter neun Zentimeter waren, betrug deren Anteil 2018 weniger als 20%.

Qualität aus deutschen Landen

In Deutschland verkaufte Weihnachtssterne stammen zum weit überwiegenden Teil aus heimischer Produktion. Lediglich etwa 20% der Pflanzen werden importiert. Wichtigste Importländer sind die Niederlande und Dänemark. In Deutschland ist NRW bei der Weihnachtssternproduktion führend. Rund die Hälfte der Pflanzen wächst in dem bevölkerungsreichsten Bundesland heran. Es folgten Baden-Württemberg mit gut 14%, Bayern mit knapp 10% und Niedersachsen mit gut 9%.

Besonders zu Saisonbeginn: Sterne in Herbstfarben

Trotz ihrer Attraktivität und Vielseitigkeit sind Weihnachtssterne in außergewöhnlichen Farben recht wenig verbreitet. Nach wie vor sind rund 80% aller verkauften Sterne rot. Dabei eignen sich Weihnachtssterne in Lachs, Gelb, Zimt, Rosé, Weiß oder Apricot auch gut als Herbstdekoration. Wer Lust auf Poinsettien in Herbstfarben hat, sollte nicht zu lange warten. Die besonderen Farben findet man nämlich vielfach nur zu Beginn der Saison und fast ausschließlich im Fachhandel. (SfE)

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