VLOG: 7.000 Lebensmittel mit "Ohne Gentechnik"-Kennzeichnung

Die Anzahl der Mitglieder und Lizenznehmer des VLOG ist deutlich gestiegen.

Die Anzahl der Lebensmittel, die mit dem "Ohne GenTechnik"-Siegel gekennzeichnet sind, stieg in den letzten 12 Monaten um 45%. Bild: GABOT.

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Die "Ohne Gentechnik"-Branche entwickelt sich sehr dynamisch. Wie der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) meldete, stieg die Anzahl der Mitglieder und Lizenznehmer des VLOG in den vergangenen 12 Monaten um 52% auf über 600 Unternehmen. Die Lebensmittelhersteller werden in diesem Jahr mehr als 4,6 Mrd. Euro mit den über 7.000 Lebensmitteln umsetzen, die mittlerweile das "Ohne GenTechnik"-Siegel tragen.

Diese boomende Branche brauche von der Politik verlässliche Rahmenbedingungen, um ihr wirtschaftliches Potential voll auszuschöpfen, mahnt Alexander Hissting, Geschäftsführer des VLOG: „Eine Koalition muss dafür Sorge tragen, dass Gentechnik-Pflanzen nicht durch die Hintertür ihren Weg ohne Kennzeichnung auf den Acker und in die Supermarktregale schaffen.“ Was Hissting Sorge bereitet, sind neue gentechnische Verfahren wie CRISPR/Cas, die mit dem Begriff Genome Editing zusammengefasst werden. Gentechnik-Befürworter wollen, dass Pflanzen, die mittels Genome-Editing erzeugt wurden, nicht unter das Gentechnik-Recht fallen. „Das würde der Transparenz und Wahlfreiheit der Verbraucher bei Genfood den Garaus machen. Gentechnik muss als Gentechnik reguliert und gekennzeichnet werden“, fordert Hissting. Dabei kann er sich auf mehrere Gutachten namhafter Umweltjuristen stützen.

Die vom VLOG vertretene "Ohne Gentechnik"-Branche entwickelt sich bisher ungebremst positiv. Die Anzahl der Lebensmittel, die mit dem "Ohne GenTechnik"-Siegel gekennzeichnet sind, stieg in den letzten 12 Monaten um 45%. Die umsatzstärksten Segmente sind Milchprodukte, Eier und Geflügelfleisch. Diese Entwicklung ist gut für die Umwelt, weil weniger Gentechnik-Pflanzen in den Futtertrögen unserer Nutztiere landen und weniger auf den Äckern angebaut werden – in Europa und weltweit. Und sie ist gut, weil die Verbraucher damit die Wahlfreiheit haben, selber zu entscheiden, ob sie mit ihrem Konsum Gentechnik-Pflanzen fördern oder verbannen wollen. „Eine Koalition hat es in der Hand, den Verbraucher weiterhin eine informiere Entscheidung treffen zu lassen oder ihn zu entmündigen“, appelliert Hissting. (VLOG)

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