Viessmann: Weiterhin auf Wachstumskurs

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Der Heiztechnik-Hersteller Viessmann konnte in 2004 seine erfolgreiche Entwicklung fortsetzen und seine Marktposition weiter ausbauen.Mit weltweit 6.800 Mitarbeitern wurde ein Umsatz von 1,15 Mrd. Euro erwirtschaftet. Gegenüber dem Vorjahr ist das eine Steigerung um 9%. Der Exportanteil beträgt 43%. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung betrugen rund 50 Mio. Euro, das sind 4,3% vom Umsatz. In 2004 wurden 40 Mio. Euro investiert - schwerpunktmäßig in den Ausbau der internationalen Vertriebsorganisation sowie in die Einrichtung von Fertigungsanlagen für neue Produkte.

 

Wert- bzw. umsatzmäßig nimmt das Unternehmen in Europa Rang 3 unter den Heiztechnik-Anbietern ein. „Diese Position wollen wir nicht nur halten, sondern in Zukunft auch ausbauen. Ganz oben an steht es, ein unabhängiges Familienunternehmen zu bleiben. Wir wollen organisch wachsen, das heißt, aus eigener Kraft und vornehmlich durch Innovation - Firmenzukäufe kommen für uns nur in Ausnahmefällen in Frage“, so Dr. Viessmann anlässlich der Jahrespressekonferenz in Frankfurt.

 

Familienunternehmen stellt sich gesellschaftlicher Verantwortung

Familienunternehmen zu sein und zu bleiben, heiße für das Unternehmen, so Dr. Viessmann, sich der gesellschaftlichen Verantwortung zu stellen; etwa mit der Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen an den deutschen Standorten. Dem fühle sich nicht nur die Unternehmensleitung verpflichtet, sondern auch die Belegschaft.

 

Zur Sicherung der Arbeitsplätze am Hauptsitz der Viessmann Werke in Allendorf (Eder) wird in den nächsten 2 Jahren im Rahmen eines Standortsicherungsvertrages mit der Belegschaft eine Sonderinvestition von 60 Mio. Euro in die Neustrukturierung der Produktion und von 10 Mio. Euro in den Ausbau des werkseigenen Flugplatzes getätigt.

 

Mehrwert der Marke

Das Leistungsvermögen eines Unternehmens erschöpft sich laut Dr. Viessmann nicht in seinen marktanforderungsgerechten Produkten und Dienstleistungen. Entscheidend sei, wie das Unternehmen insgesamt von den Kunden wahrgenommen werde, welchen Mehrwert es über die Produkte und Dienstleistungen hinaus biete. Dr. Viessmann: „Dieser Mehrwert begründet sich vor allem auf den im Unternehmen gelebten Werten. Viessmann ist anerkannter Technologieführer in der Branche. Mit unserem Komplettangebot haben wir eine Alleinstellung im Markt. Das Streben nach Spitzenqualität, Fairness, Verlässlichkeit und Effizienz war nicht nur bisher erfolgsbestimmend, sondern wird auch in Zukunft von entscheidender Bedeutung sein.“

 

Das Motto des diesjährigen Messeauftritts „Viessmann - more than heat“ soll einen klaren Hinweis auf den Mehrwert geben, den die Marke Viessmann bietet. Die englische Sprache wurde bewusst gewählt, um der internationalen Ausrichtung des Unternehmens Rechnung zu tragen. Die Internationalisierung gepaart mit Innovation ist Hauptmotor des Wachstums bei Viessmann.

 

Heiztechnische Trends

In fast allen Heiztechnik-Märkten übereinstimmend dominieren die Trends vom Boden zur Wand, von Heizwerttechnik zur Brennwerttechnik nicht nur für Gas, sondern zunehmend auch für Öl sowie zur verstärkten Nutzung von regenerativen Energien. Sehr dynamisch entwickelt sich in Deutschland vor allem die Solarthermie, wo Viessmann eine marktführende Stellung inne hat. Auf Sicht wird hier ein Wachstum von etwa 20% jährlich erwartet. Subventionsgetrieben stieg die Nachfrage nach Photovoltaik sogar so stark an, dass schon seit einigen Monaten gravierende Lieferengpässe bestehen. Belebt hat sich auch das Geschäft mit Holzkesseln, insbesondere zum Heizen mit Pellets.

 

Die europäische Richtlinie „Energy Efficiency of Buildings“ muss bis 2006 in den Mitgliedsstaaten der EU in nationales Recht umgesetzt sein. Das führt dazu, dass für jedes Gebäude eine Gesamtbetrachtung seines Energiebedarfes unter Berücksichtigung von Wärmedämmung und Anlagentechnik anzustellen ist. Dokumentiert wird der Energiebedarf in einem Energiepass, der den Wert einer Immobilie künftig maßgeblich beeinflussen wird.

 

Zukunftstechnologie Brennstoffzelle

Eine wichtige Zukunftstechnologie stellt die Brennstoffzellen-Technik dar. Viessmann präsentiert auf der Messe den aktuellen Entwicklungsstand, der im Herbst in Feldversuche geht. Dr. Viessmann: „Die Erwartungen an die Brennstoffzellentechnik dürfen nicht zu hoch gesteckt werden. Es ist noch viel Entwicklungsarbeit zu leisten. Die Kosten müssen noch um den Faktor 10 gesenkt, die Standzeiten um den Faktor 20 erhöht werden. Ihre Marktfähigkeit werden Brennstoffzellen nicht vor 2010 erreichen, wobei ihr Marktanteil 10% kaum übersteigen dürfte. Um die notwendige Reduzierung von Energieverbrauch und CO2-Emission kurzfristig zu erreichen, ist Brennwerttechnik die erste Wahl. Eine Zukunftstechnologie, die heute schon verfügbar ist.“

 

Bestätigt wurde dies erneut im Ergebnis der diesjährigen Umfrage des Branchendienstes „markt-intern“ unter mehreren tausend Heizungsfachfirmen. In allen relevanten Produktbereichen wählten die Heizungsfirmen Viessmann auf den ersten Platz.

 

So erhielt das Unternehmen zum achten Mal in Folge von der „markt-intern“-Redaktion die Goldene Partnerschaftsurkunde als „Fachhandwerkspartner Nr. 1“.

 

Dr. Viessmann: „Darüber freuen wir uns und darauf sind wir stolz. Wir werden uns aber nicht selbstzufrieden zurücklehnen.“ Denn eine zentrale Werthaltung in unserem Unternehmen ist das ständige Streben nach Spitzenqualität und Perfektion in allen Unternehmensbereichen. Deshalb werden wir auch weiterhin nach der Devise handeln: ‘Nichts ist so gut, dass es nicht verbessert werden könnte’.“ (Viessmann)

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