VGL Bayern: Unterstützt Nürnberger Stadtbegrünung

Am 16. September 2020 fiel der Startschuss für das Projekt „Lorenz grün…mitten in der Stadt“ in Nürnberg. Rund um die Lorenzkirche sorgen temporäre grüne Oasen für mehr Lebensqualität.

Das „Paradiesgärtlein“ lädt die Stadtbewohner zum Verweilen ein. Bild: Jochen Henning, VGL Bayern.

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Im Beisein des bayerischen Umweltministers Thorsten Glauber und des Oberbürgermeisters Marcus König fiel am 16. September 2020 der Startschuss für das Projekt „Lorenz grün…mitten in der Stadt“ in Nürnberg. Rund um die Lorenzkirche sorgen temporäre grüne Oasen für mehr Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger der Frankenmetropole.

„Lorenz grün …mitten in der Stadt“ ist ein Projekt, das unter dem Jahresmotto „Schöpfer Gott Macht Mensch“ der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde St. Lorenz in Nürnberg steht. Das Projekt, das von Pfarrerin Claudia Voigt-Grabenstein in Zusammenarbeit mit dem Verein Grünclusiv initiiert wurde, schafft durch mehrere neue Großbäume in Kübeln und Pflanzflächen bis 27. September 2020 eine angenehme Wohlfühlatmosphäre rund um die Lorenzkirche. Dabei fließt Rasen förmlich aus dem Kirchenportal und eröffnet eine parkartige Zone an zwei Kirchenseiten. Gartennischen mit Bänken laden zum Ausruhen ein. Gleichzeitig verführt ein zeitgemäßes, städtisches „Paradiesgärtlein“ mit seiner Materialität und Ausgestaltung die Stadtbewohner zum Verweilen: seien es Menschen, Vögel, Eidechsen, Insekten oder Pflanzen. Ein Kulturprogramm auf der „grünen Bühne“ vor dem Hauptportal ergänzt das Projekt.

Unterstützt wird „Lorenz grün…mitten in der Stadt“ von der NürnbergMesse GmbH, dem Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. sowie dem Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern e. V. (VGL Bayern). Zu einer Zeit, zu der sonst die internationale Leitmesse „GaLaBau“ für Planung, Bau und Pflege von Urban-, Grün- und Freiräumen in Nürnberg stattgefunden hätte, entstehen so übergangsweise grüne Oasen für die Nürnbergerinnen und Nürnberger.

VGL Bayern-Präsident Gerhard Zäh betonte in seinem Grußwort die steigenden Anforderungen an den Klimaschutz durch den weltweiten Klimawandel, die notwendigen infrastrukturellen Anpassungsprozesse sowie den demographischen Wandel, die Städte und Gemeinden zunehmend vor große Herausforderungen stellen. „Urbanes Grün kann einen wesentlich größeren und bedeutenderen Beitrag für eine nachhaltige Stadtentwicklung leisten als bisher wahrgenommen. Hochwertig angelegte und gepflegte Grün- und Freiflächen sowie Dach- und Fassadenbegrünungen sind in besonderem Maße geeignet, die Attraktivität eines Standorts wie Nürnberg zu steigern und damit die Basis für eine wirtschaftlich gesunde kommunale Entwicklung zu schaffen“, so Zäh.

Während der Corona-Pandemie seien urbane Freiräume und Freiflächen als Naherholungsbereiche für die Menschen essenziell – besonders in der gegenwärtigen, von Isolation und Abstand geprägten Zeit, erläuterte der Verbandpräsident. Demnach sei jetzt die Chance, die richtigen Weichen für öffentliche und private Investitionen in die klimagerechte grün-blaue Infrastruktur zu stellen.

In diesem Zusammenhang verwies er auf die Verbandsinitiative „Grün in die Stadt“, die sich seit Jahren für mehr öffentliche Grünflächen einsetze. Darüber hinaus forciere die Initiative den Dialog zwischen kommunalen und regionalen Entscheidern sowie Institutionen der Länder, des Bundes und der EU. „Die öffentliche Hand muss ihrer Vorbildfunktion gerecht werden und weiter in die grüne Infrastruktur investieren. Leider sind momentan ein Rückgang kommunaler Ausschreibungen oder gar vollständige Stornierungen festzustellen. Weil Bund und Länder im Rahmen des Kommunalen Solidarpakts den Ausgleich von Gewerbesteuerausfällen zugesagt haben, gibt es für diese Zurückhaltung aus meiner Sicht keinen Anlass“, so der VGL-Bayern Präsident weiter. Darüber hinaus verhülfen nachhaltige Grün-Investitionen den Betrieben des Garten- und Landschaftsbaus zu mehr Planungssicherheit, damit sie unter anderem auch weiterhin stabile Arbeits- und Ausbildungsplätze bieten könnten.(VGL Bayern)

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