Vereinigte Hagel: Geschäftsbericht untermauert solide Stabilität

In seinem Grußwort am 11. Mai in Gießen gegenüber den Mitgliedervertretern der Vereinigten Hagel aus 65 Bezirksvereinen machte Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Mugele, Landwirt aus Baden-Württemberg, aus seiner positiven Grundhaltung keinen Hehl. Die Vereinigte Hagel sei stark aufgestellt, solide finanziert und sicher für die Zukunft.

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Was unterscheidet den Pessimisten vom Optimisten? Der Pessimist sieht zwar Chancen, betont aber die Schwierigkeiten. Beim Optimisten ist es umgekehrt. In seinem Grußwort am 11. Mai in Gießen gegenüber den Mitgliedervertretern der Vereinigten Hagel aus 65 Bezirksvereinen machte Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Mugele, Landwirt aus Baden-Württemberg, aus seiner positiven Grundhaltung keinen Hehl. Die Vereinigte Hagel sei stark aufgestellt, solide finanziert und sicher für die Zukunft. Ebenso nah am Kunden, kreativ und innovativ. Sie biete eine Produktvielfalt, die sich an regionalen Wettergefahren ausrichtet. "Lasst uns die Chancen unserer Solidargemeinschaft nutzen. Lasst uns mit unternehmerischem Mut und gesundem Augenmaß handeln. Und lasst uns die Freude an unserem Beruf als den Erfolgsmotor begreifen!", so der Aufsichtsratsvorsitzende.

Vereinigte Hagel gut gewappnet für künftige Schadenereignisse
In seinem Bericht zum 23. Geschäftsjahr unterstrich der Vorstandsvorsitzende Dr. Rainer Langner gegenüber den Delegierten die nachhaltige Solidität des Unternehmens. Bei allen relevanten Kennzahlen seien unternehmensweit Zuwächse erzielt worden. Bei nahezu konstanter Versicherungssumme von 9,5 Mrd. EUR (plus 0,4%) wuchs die versicherte Fläche auf 5,25 Mio. Hektar (plus 2,5%), während der Gesamtbeitrag aus direktem und indirektem Geschäft um 1,3% auf 169 Mio. EUR stieg. Die Gesamtschadenquote fiel mit 62,9% moderat aus.

Man sei sich trotz guter Zahlen der angespannten wirtschaftlichen Situation in der Landwirtschaft bewusst und erwarte für das laufende Geschäftsjahr kaum weitere Steigerungen. Die erneut unterdurchschnittliche Schadensaison in 2015 war die sechste innerhalb der letzten Dekade, die mit einem Unterschadenjahr abgeschlossen habe. So konnte der europaweite Marktführer rund 13 Mio. EUR in die Schwankungsrückstellung überführen, die damit auf 72 Mio. EUR anwuchs. Damit sei die notwendige Zahlungssicherheit für künftige Schadenereignisse gegeben. Genossenschaftsprinzip bleibt international nachhaltig Bei allem Optimismus erinnerte Dr. Langner die Delegierten an die extrem schweren Überschadenjahre 2008/2009 sowie 2011 und 2013. Deren Auswirkungen waren deshalb souverän beherrschbar, weil die Schadensgemeinschaft international so breit aufgestellt sei, um die Schwankungsbreite der Witterungsgefahren innerhalb der Regionen auszugleichen. Auch 2015 leisteten die Niederlassungen in Italien, Litauen und den Niederlanden ihren wertvollen Beitrag zum positiven Gesamtergebnis.

Die internationale Ausrichtung der Vereinigten Hagel sei damit einer der nachhaltigsten Schritte in der Unternehmenspolitik des Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit. Ab 2016 neue Versicherungsprodukte gegen Trockenheit und Starkfrost Modernes Risikomanagement im spezialisierten Pflanzenbau verlange nach innovativen Versicherungslösungen, so Dr. Langner in seinem Ausblick für die laufende Vegetationsperiode. Die Vereinigte Hagel ermögliche ihren Mitgliedern nun, sich mit dem Spezialprodukt Secufarm® Trockenheit gegen trockenheitsbedingte Ertragsverluste bei Winterweizen, -roggen, -raps und Silomais zu versichern. Während marktübliche Wetterversicherungen den ausbleibenden Niederschlag als Bestimmungsgröße heranzögen, berücksichtige Secufarm® Trockenheit neben dem regionalen Durchschnittsertrag auch Faktoren wie Bodenbeschaffenheit, Bestandsentwicklung, Verdunstung oder einzelne Hitzetage. Dabei sei immer der Ertragsverlust eines ganzen Erntejahres versichert. Mit dem Produkt Secufarm® 2 ließe sich der vorhandene Hagelschutz bei Erdbeeren auf alle Mengen- und Qualitätsverluste erweitern, die nach einem Frosttag unter 0°C an Knospen, Blüten und Früchten auftreten. Mit diesen Angeboten werde dem Wunsch der Praxis nach zusätzlichen Versicherungslösungen entsprochen, so Dr. Langner.

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