Umwelt.NRW: Grüne Infrastruktur im Ruhrgebiet

Die Landesregierung will die Grüne Infrastruktur in der Metropolregion Ruhr ausbauen und stärken.

Das Umweltministerium will Grüne Infrastruktur in der Metropolregion Ruhr stärken. Bild: GABOT.

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Wie Grüne Infrastruktur auf ehemaligen Industriestandorten beispielhaft umgesetzt werden kann, haben sich Umweltministerin Ursula Heinen-Esser und Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender von Emschergenossenschaft und Lippeverband, am 20. Mai 2019 im Landschaftspark Duisburg-Nord angeschaut. "Hier sehen wir, wie wir belastete Flächen zu attraktiven Orten der Grünen Infrastruktur entwickeln können. Der Landschaftspark macht die Metropole Ruhr noch attraktiver und ist international anerkannt als gelungenes Nachnutzungskonzept", erklärte Ministerin Heinen-Esser.

Der Landschaftspark Duisburg Nord auf dem ehemaligen Gelände eines Eisenhüttenwerks bietet einen attraktiven Freizeit- und Erholungsraum. Zugleich ist er vielfältiger Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten. Mit dem Umbau der Alten Emscher und einem optimierten Regenwassermanagement wurden aus einem begradigten Abwasserkanal ein attraktives Gewässer als Teil des Parks und ein Lebensraum für Wasser-Lebewesen. Im Rahmen der Unterstützung für den Emscher Landschaftspark unterstützt das Land NRW auch den Landschaftspark Duisburg Nord.

"Grüne Infrastruktur ist ein wichtiger Faktor einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Hier im Landschaftspark Duisburg-Nord sieht man, wie das industrielle Erbe der Region mit den Themen Grün und Blau verbunden werden können. Aus der Alten Emscher, die früher Abwasser führte, ist mittlerweile ein attraktives Gewässer geworden, das sogar Fischereiqualität erreicht hat – ein echter Mehrwert für Menschen und Natur", sagte Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender von Emschergenossenschaft und Lippeverband.

Das Themenforum Grüne Infrastruktur des Umweltministeriums ist Bestandteil der Ruhr-Konferenz. Sie wurde von der Landesregierung initiiert, um die Entwicklung des Ruhrgebiets zu einer erfolgreichen Metropolregion zu forcieren. Die Ruhr-Konferenz ist als Prozess angelegt, der eine intensive Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft, Kulturschaffenden, Verbänden und Vereinen anregen will. Diese Zusammenarbeit erfolgt in 20 Themenforen. Gemeinsam mit Prof. Dr. Paetzel moderiert und koordiniert Ministerin Heinen-Esser das Themenforum Grüne Infrastruktur.

Ideen und Projektvorschläge zur Stärkung der Grünen Infrastruktur wurden im Januar und im April bei zwei Veranstaltungen mit Akteuren vor Ort erarbeitet. Derzeit werden die Vorschläge weiterentwickelt, um sie der Landesregierung zur Umsetzung vorzuschlagen. Diese bündelt die Vorschläge aller Themenforen zu einem Maßnahmenpaket mit Leit- und Einzelprojekten für das Ruhrgebiet. Die Umsetzung der Projekte soll ab 2020 erfolgen.

Der Begriff Grüne Infrastruktur beschreibt ein strategisch geplantes Netzwerk von natürlichen oder naturnahen Grün- und Freiflächen wie Parks, Wälder, Frischluftschneisen, Biotope oder naturnahe Gewässer, das sowohl die verdichteten Städte und Ballungsräume als auch den ländlichen Raum durchzieht. Es erbringt in vielen Bereichen wichtige Ökosystemleistungen für unsere Gesellschaft. (umwelt.nrw)

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