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Swisscofel: Jacques Blondin als Präsident bestätigt
An der Generalversammlung des Verbandes des Schweizerischen Früchte-, Gemüse- und Kartoffelhandels, Swisscofel, wurde Präsident Jacques Blondin in seinem Amt bestätigt.
An der Swisscofel-Generalversammlung in Bern standen personelle Wechsel im Zentrum. Jürg Geiger trat nach 13 Jahren als Vizepräsident zurück. Ersetzt wird er durch Marcel Weder. Den Hut nahm auch Vorstandsmitglied Mario Spavetti. Für ihn rückt Patric Gutknecht in den Vorstand nach. Keine Veränderung gab es hingegen an der Verbandsspitze. Präsident Jacques Blondin wurde für weitere vier Jahre gewählt.
Blondin beklagte, dass bei den Lebensmitteln einzig der Preis zähle. Wenn irgendwo gespart werde, dann bei den Nahrungsmitteln. Der Wunsch nach immer billigerem Essen habe im letzten Jahr zum Pferdefleisch-Skandal geführt. Die Betrogenen seien aber nicht nur die Konsumenten gewesen. Auch die Firmen, sich an die Gesetze hielten, hätten einen Imageschaden davon getragen. Blondin mutmasste, dass die Konsumenten als Konsequenz des Skandals womöglich wieder vermehrt unverarbeitete Frischprodukte wie Obst, Gemüse und Kartoffeln verzehren. Bedauern äusserte der Swisscofel-Präsident, dass die Discounter noch immer nicht Mitglied des Verbandes sind. „Ihre Teilnahme würde es ermöglichen, dass die ganze Branche gemeinsam diskutieren könnte.“
Marc Wermelinger, Geschäftsführer von Swisscofel, bezeichnete die Rückverfolgbarkeit bei Lebensmitteln als ein unverzichtbares Instrument. Denn diese ermögliche es im Falle eines Skandals, die Ursachen und Verantwortlichen schnell ausfindig zu machen. Bei den küchenfertigen Produkten sollen die Etiketten der Gebinde punkto Rückverfolgbarkeit optimiert werden. Entsprechende Vorschläge seien dem Verband der Schweizer Gemüseproduzenten unterbreitetet worden. Ebenfalls in Vorbereitung ist laut Wermelinger eine Checkliste, wie ein allfälliger Rückruf durchgeführt werden kann. Swisscofel will mittelfristig im Ausland neue Märkte für Schweizer Lebensmittel erschliessen. Nur so könne die Branche wachsen, erklärte Wermelinger. Zudem gebe es strukturelle Überschüsse, etwa beim Kernobst. In einer Studie werde etwa derzeit abgeklärt, inwiefern Schweizer Äpfel exportiert werden können. (lid)

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