Schweiz: Standortstrategie Agroscope auf Kurs

Die Arbeiten zur Standortstrategie Agroscope kommen wie geplant voran: Am 16. Januar 2020 wurden die Arbeiten zum Detailkonzept und zur Umsetzungsplanung diskutiert.

Einen Überblick zu den weit fortgeschrittenen Arbeiten zum Detailkonzept und zur Umsetzungsplanung erhielt der externe Projektausschuss anlässlich seiner Sitzung vom 16. Januar 2020.

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Am 16. Januar 2020 diskutierten Vertreterinnen und Vertreter der Kantone, der Branche, der Wissenschaft und der Verwaltung unter der Leitung von Bundesrat Guy Parmelin die Arbeiten zum Detailkonzept und zur Umsetzungsplanung. Das Fazit der Teilnehmenden: Die geplanten Optimierungen tragen zur Stärkung der Agrarforschung bei und ermöglichen mehr Forschung und mehr Praxisnähe. Kantone und Branchen wünschen, dass die notwendigen Umsetzungsschritte rasch angegangen werden. Deren grosses Engagement hat massgeblich zum positiven Ergebnis beigetragen.

Das Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung hat den Auftrag, dem Bundesrat ein Detailkonzept und einen Umsetzungsplan zur Standortstrategie Agroscope zu unterbreiten. Die Arbeiten dazu sind weit fortgeschritten. Ziel der Standortstrategie ist, den Infrastruktur- und Betriebskostenanteil am Budget Agroscope zu senken und mit den frei werdenden Mitteln neue Forschungsfelder zu erschließen und den Wissensaustausch mit der Praxis zu verstärken. Damit dies erreicht werden kann, soll Agroscope zukünftig aus einem zentralen Hauptstandort in Posieux, je einem regionalen Forschungszentrum in Changins und Reckenholz sowie aus dezentralen Versuchsstationen bestehen.

Die Erarbeitung der Profile für den Campus Posieux und die beiden Forschungszentren in Changins und Reckenholz sind weitgehend abgeschlossen. Die Abschätzung der damit verbundenen Auswirkungen bestätigt, dass die angestrebten Effizienzgewinne von jährlich bis zu 16 Mio Franken (ca. 14,8 Mio. Euro) erreicht werden können. Über die Effizienzgewinne soll der Aufbau von zusätzlichen Forschungsfeldern und neuen dezentralen Versuchsstationen erfolgen. Die Umsetzung der Strategie beansprucht einen Zeitrahmen von 5 bis 6 Jahren.

Seit dem Frühsommer 2019 fanden mit Kantonen und Branchenorganisationen intensive Gespräche zum Aufbau von dezentralen Versuchsstationen statt. Ausgangspunkt waren die Bedürfnisse der Kantone. Versuchsstationen werden anwendungs- und praxisorientierte Forschungsfragen im jeweiligen lokalen Kontext bearbeiten, dies in enger Verbindung mit der Landwirtschaft und mit Partnern in Aus- und Weiterbildung sowie Beratung. Insgesamt sind die Gespräche sehr positiv verlaufen und das Interesse an einer Zusammenarbeit mit Agroscope ist sehr gross. Das Engagement und der Wille der Kantone und der Branche, die Verantwortung zusammen mit Akteuren aus Forschung, Beratung, Bildung und Praxis gemeinsam zu tragen, wird die Land- und Ernährungswirtschaft nachhaltig stärken.

Einen Überblick zu den weit fortgeschrittenen Arbeiten zum Detailkonzept und zur Umsetzungsplanung erhielt der externe Projektausschuss anlässlich seiner Sitzung vom 16. Januar 2020. Unter der Leitung des Departementsvorstehers Guy Parmelin diskutierten die Vertreterinnen und Vertreter der Kantone, der Branche, der Wissenschaft und der Verwaltung die erarbeiteten Themenvorschlägen wie auch die Standortstrategie als Ganzes. Der externe Projektausschuss unterstützt das vom WBF erarbeitete Standortkonzept Agroscope mit den thematischen Profilen der bestehenden und neu aufzubauenden dezentralen Versuchsstationen, des zentralen Campus und der beiden regionalen Forschungszentren. Kantone und Branchen wünschen zeitnah mit dem Aufbau der dezentralen Versuchsstationen zu beginnen.

Der Bundesrat wird voraussichtlich im zweiten Quartal über das weitere Vorgehen entscheiden. Im ersten Quartal sind zudem Konsultationen in den Parlamentskommissionen geplant.

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