Schweiz: "Auf zu einer pestizidfreien Landwirtschaft"

Agroscope unterzeichnet gemeinsam mit über 20 europäischen Forschungsinstitutionen ein Memorandum of Understanding zur Förderung eines nachhaltigen europäischen Agrar- und Ernährungssystems.

Agroscope unterzeichnet gemeinsam mit über 20 europäischen Forschungsinstitutionen ein Memorandum of Understanding zur Förderung eines nachhaltigen europäischen Agrar- und Ernährungssystems. Bild: Agroscope.

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Am 23.2.2020 unterzeichnete Eva Reinhard, Leiterin Agroscope, das Memorandum of Understanding (MoU) "Towards a Chemical Pesticide-Free Agriculture" zusammen mit über 20 weiteren Vertreterinnen und Vertretern von europäischen Forschungsinstitutionen. Die Unterzeichnung erfolgte im Rahmen der Internationalen Landwirtschaftsausstellung in Paris in Anwesenheit des französischen Landwirtschaftsministers sowie des Ministers für europäische Angelegenheiten. Das MoU markiert den Startschuss für die Realisierung der ehrgeizigen Vision einer europäischen Landwirtschaft ohne chemische Pflanzenschutzmittel.

Gemeinsame europäische Vision

Die Kooperation soll gezielt dazu beitragen, ein nachhaltiges Agrar- und Ernährungssystem für ganz Europa zu schaffen. Um dies zu erreichen, werden die Partner zusammen mit anderen relevanten Akteuren eine gemeinsame Forschungsagenda entwickeln, die auf den europäischen «Green Deal» abgestimmt ist. Dieser hat zum Ziel, einen umweltfreundlichen, nachhaltigen, fairen, gerechten und wettbewerbsfähigen Agrarlebensmittelsektor über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg zu realisieren.

Die Vereinbarung umfasst unter anderem einen verstärkten Dialog zwischen Forschenden und Interessensvertretern auf dem ganzen Kontinent sowie die Durchführung von multilateralen Forschungs- und Innovationsprojekten und die Integration von neuen systemischen und multidisziplinären Ansätzen.

Nachhaltige internationale Lösungen

Agroscope forscht gezielt für eine nachhaltige Landwirtschaft und erarbeitet entsprechende Lösungen. Aktuell werden in mehr als 40 Projekten Alternativen zum chemischen Pflanzenschutz gesucht: Dies umfasst unter anderem Forschungsgebiete wie Pflanzenzüchtung, Anbausysteme, Frühwarnsysteme und Digitalisierung. Die Forschung von Agroscope ist auf diesen Gebieten sehr weit fortgeschritten, weshalb Agroscope angefragt wurde, als Partner im europäischen Forschungsbündnis mitzuwirken. Agroscope wird zugetraut in dieser Thematik eine wichtige Rolle einzunehmen.

"Mit dem Memorandum of Understanding verstärken wir die europaweite Zusammenarbeit, beschleunigen die Lösungsfindung, bringen unser Wissen ein und profitieren gleichzeitig von einem internationalen Wissensaustausch, der gerade in der Forschung von zentraler Bedeutung ist", so Eva Reinhard, Leiterin Agroscope. "Die Kooperationen auf internationaler Ebene ermöglichen wertvolle Synergien und neue gemeinsame Erkenntnisse, die länderübergreifend genutzt werden können – damit kommen wir dem gemeinsamen Ziel einer nachhaltigeren Landwirtschaft einen bedeutenden Schritt näher." (Agroscope)

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