Schlachters: Eröffnung der Bodensee-Apfelsaison

Die Arbeitsgemeinschaft der Erzeugerorganisationen und Obstbauvereine am Bodensee, kurz "Obstregion Bodensee e.V." hat die Bodensee-Apfelsaison 2013/2014 eröffnet.

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Die Arbeitsgemeinschaft der Erzeugerorganisationen und Obstbauvereine am Bodensee, kurz "Obstregion Bodensee e.V." hat die Bodensee-Apfelsaison 2013/2014 eröffnet. An der Versuchsstation für Obstbau Schlachters (Sigmarszell) der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf haben sich Experten aus Wissenschaft, Politik und Verbänden getroffen, um Rück- und Ausblicke auf die Apfelsaison zu geben: Die Ernte 2012 habe mit einem überdurchschnittlichen Ertrag in der Region Bodensee zufriedenstellende Umsätze und Erlöse gebracht, wie Helmut Jäger, der Vorsitzende der Obstregion Bodensee e.V. und Vorstand des Bayerischen Erwerbsobstbauverbands e.V. mitteilte. Die offiziellen Zahlen zur Ernteschätzung 2013, welt- und europaweit sowie für die einzelnen Anbauregionen, gelte es nun in ihren Auswirkungen auf den Markt und den Erwartungen an die Vermarktungssaison zu interpretieren. Europaweit falle die Kernobsternte kleiner aus als erwartet, so der Ausblick von Dr. Egon Treyer, Geschäftsführer der Marktgemeinschaft Bodenseeobst eG. Die kühle und regenreiche Witterung habe die Befruchtung beeinflusst und einen vielfach schwächeren Fruchtansatz zur Folge. Für den Bodensee erwarte man eine Ernte von 220.000 Tonnen. Durch den Vegetationsverzug starte die Apfelsaison 2013/14 in den überwiegenden Regionen ein bis zwei Wochen später als üblich. Dafür rechnen die 1600 Obstbaubetriebe am Bodensee mit einer hervorragenden Qualität. Jeder dritte in Deutschland verzehrte Apfel kommt vom Bodensee. Neben Grußworten von Landrat Elmar Stegmann (Lindau), Staatssekretär Dr. Gerd Müller (MdB), Prof. Dr. Volker Henning (HSWT), Ministerialrat Günter Knüppel und Hartwig Roth (Vizepräsident des Landesverbands Erwerbsobstbau Baden-Württemberg e.V.) referierte Prof. Dr. Dieter Treutter (Leiter des Fachgebiets Obstbau an der TUM) über rote Äpfel, die Faszination der Farbe und deren Zusammenhang mit gesunder Ernährung - um das Fazit zu ziehen: "Der gesündeste Apfel ist der, der Lust auf einen zweiten macht."

Erstmals wurde die Apfelsaison an der Versuchsstation für Obstbau Schlachters eröffnet. Dadurch solle das Augenmerk auf die Forschungsarbeit im Obstbau gelegt werden. Der Apfelanbau in der Region Bodensee erfolge nach den Richtlinien der integrierten und kontrollierten Produktion. Die Anforderungen an die Bewirtschaftung seien in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. Die praktische Forschung für den Erwerbsobstbau gewinne daher weiter an Bedeutung.

Seit mehr als 100 Jahren dient die ehemalige Obstbauschule Schlachters der Aus- und Fortbildung im Obst-, Wein- und Gartenbau. Heute ist die im Landkreis Lindau gelegene Versuchsstation eine Außenstelle des Instituts für Gartenbau der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und betreibt auf rund acht Hektar Fläche praxisnahe Kernobstforschung für Bayern. Für die rund 200 Familienbetriebe der bayerischen Obstanbauregion am Bodensee bietet die Versuchsstation Informationen und die Möglichkeit, sich fortzubilden. Und natürlich werden die Studierenden des Gartenbaus an der HSWT in Seminaren, bei Studien- und Abschlussarbeiten fundiert ausgebildet und unterstützt. 15 Forschungsprojekte werden derzeit bearbeitet, die in dem Beirat aus Vertretern des Berufsstandes, der amtlichen Beratung, des Landkreises Lindau, der Landesanstalt für Landwirtschaft Freising, der Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Veitshöchheim und mit dem Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee Bavendorf abgestimmt wurden. Das Bayerische Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten unterstützt die Forschung mit Sachmitteln. (HSWT)

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