Sachsenobst - Genuss ohne Gefahr

Anzeige

Nach Glysantin, BSE, Schweinepest und Vogelgrippe hat die Welle der Lebensmittelskandale mit Pestizidrückständen auf Früchten offensichtlich auch den Obst- und Gemüse-Sektor erreicht.Angesichts der in den Vorjahren laut gewordenen Vorwürfe aus den Reihen der Grünen-Politiker und Greenpeace-Pioniere, das deutsche, insbesondere aber auch Sachsens Obst sei von Pestiziden verseucht, sieht sich auch Gerd Kalbitz, Vorstand der Obstland Dürrweitzschen AG, dem größten unter einheitlicher Leitung stehenden Obstbaubetrieb der Bundesrepublik Deutschland, veranlasst, zu Wort zu melden.

 

„Zunächst einmal ist darauf hinzuweisen, dass das Wohl der Menschen, insbesondere jedoch ihre Gesundheit, oberste Priorität für jeden Obstbauern hier im Obstland besitzt. Es wäre schon mehr als schizophren, wenn wir dem Verbraucher natürliche, gesundheitsfördernde Produkte anbieten würden, die mit gesundheitsgefährdenden Stoffen belastet sind. Das verbietet neben der menschlichen und kaufmännischen Vernunft auch und ganz besonders der strenge Ehrencodex eines Obstbauern.“

 

„Leider – so Gerd Kalbitz weiter – gibt es immer und überall auch schwarze Schafe, die den guten Ruf des Berufsstandes durch verantwortungsloses Handeln schänden.“ Eine pauschalierende Verunglimpfung des obstbäuerlichen Berufsstandes lehnt Kalbitz jedoch kategorisch ab. „Bei solchen Vorkommnissen müssen Behörden und Medien gleichermaßen verantwortungsvoll Ross und Reiter nennen.“

 

Im gleichen Atemzug weist er aber auch auf die außerordentlich hohe Verantwortung der Politiker, der Greenpeace-Pioniere und der Journalisten hin. So ist es seiner Meinung nach unverantwortlich gegenüber dem Verbraucher, angesichts der Lebensmittelskandale der vergangenen Jahre mit spektakulären Behauptungen und Schlagzeilen zur ohnehin schon weit verbreiteten Verunsicherung der Konsumenten beizutragen. „Das hat nichts mehr mit verantwortungsvoller Wahrnahme der Sorgfaltspflicht zu tun, sondern vielmehr mit verantwortungsloser Sensationslust und –hascherei, allein um der Profilierung, der Quoten und der Auflagen willen.“

 

Gerd Kalbitz weiter: „Dies ist umso verwerflicher, wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass die gemachten Behauptungen in den betreffenden Greenpeace-Untersuchungen im Sommer 2005 und 2006 zum Teil auf pauschalierenden Interpretationen und mitunter sogar falschen Basiszahlen beruhen. So haben z. B. die Qualitätssicherer der in Deutschland tätigen Obst-Erzeugerorganisationen nach genauerer Betrachtung der Untersuchungsergebnisse festgestellt, dass die von Greenpeace angeprangerte mehrfache Überschreitungen des Rückstands-Höchstwertes bei dem Wirkstoff Thiacloprid überhaupt nicht relevant ist, weil Greenpeace gar nicht die Werte der aktuell gültigen Rückstands-Höchstmengenverordnung (RHmV) zugrunde gelegt hat.“ weiß Kalbitz aus dem Dachverband der Erzeugerorganisationen in Bonn.

 

Tatsächlich liegt damit in keinem der untersuchten Fälle eine Überschreitung der gesetzlichen Vorgaben vor. Fehlerhaft ist auch die Aussage, dass nicht zugelassene Pflanzenschutzmittel eingesetzt wurden. In drei der fünf Fälle lag bzw. liegt eine Genehmigung nach § 18 des Pflanzenschutzgesetzes vor. Bei den verbleibenden zwei Wirkstoffen ist die nachgewiesene Konzentration deutlich unter der technischen Nullgrenze. Ein Einsatz von verbotenen Pflanzenschutzmitteln ist damit nahezu auszuschließen. Und eine Gesundheitsgefährdung hat zu keinem Zeitpunkt bestanden.

 

Auch die Ergebnisse der jüngsten Kontrollen des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zeigen ein anderes Bild. Hier wurden 10,3 % der Proben beanstandet. Sortiert nach den Herkünften der Ware zeigte sich, dass vor allem Obst, das aus dem mediterranen Ausland stammte und dort ganz legal an die heimischen Verbraucher verkauft werden darf, nicht den geltenden deutschen Lebensmittelvorschriften genügte.

 

Gesundheitsexperten bestätigen zudem, dass heute auf Grund moderner Analysemethoden in den Proben bereits die geringsten Rückstände von Substanzen nachweisbar sind. Für ein Gesundheitsrisiko entscheidend ist aber nicht, dass überhaupt Rückstände vorhanden sind. Entscheidend ist ausschließlich die Überschreitung der vom BVL und der vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) festgelegten und veröffentlichten Rückstandsmenge. Die gemessenen Werte in den von der Umweltschutzorganisation getesteten Früchten war jedoch so gering, dass eine derartige Überschreitung der Rückstandmengen gar nicht erfolgt ist und die untersuchten Früchte deshalb ohne Bedenken verzehrt werden können.

 

Besonders ärgert sich Gerd Kalbitz jedoch über den mitunter sorglosen, ja verantwortungslosen Umgang mit nur „halbwahren“ Sachaussagen oder Tatsachen.

 

„Es ist doch wohl für keinen sächsischen Obsterzeuger hinnehmbar, wenn es im Landtag und in der lokalen Tagespresse heißt „Sachsens Obst enthält zu viele Pestizidrückstände“ macht der gelernte und diplomierte Obstbauer Kalbitz seinem Unmut Luft.

 

Eine solche in der Tat für „Sachsens Obst“ und mehr noch für die Marke „Sachsenobst“ wahrlich das bislang ausgesprochen positive Image schädigende Aussage zeuge keinesfalls von Vertrauen, Stolz und Bewusstsein. Man muss schon auseinander halten, ob es sich bei dem in sächsischen Supermärkten, Kaufhallen und Läden zum Verkauf angebotenen Obst tatsächlich um „Sachsens Obst“ (respektive sächsisches Obst) oder um aus dem Ausland eingeführtes Obst handelt. Dass dieses nicht den besten Ruf genießt, ist wohl zur Genüge bekannt. Deshalb Gerd Kalbitz’s Credo: Esst deutsches, besser noch „Sachsens Obst“ – wir Obstbauern aus dem Obstland mitten in Sachsen bürgen für die gute Qualität von Sachsenobst.“ (Quelle: Obstland Dürrweitzschen AG)

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.