Rukwied: Mindestlohn wird Marktverwerfungen auslösen

Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, kritisiert die Verabschiedung des Mindestlohnerhöhungsgesetzes im Deutschen Bundestag und fordert ein sofortiges Einfrieren des derzeitigen Gesetzgebungsprozesses.

DBV-Präsident Joachim Rukwied. Bild: DBV.

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„Diese Erhöhung kommt zur Unzeit. Wenn man die sogenannte Zeitenwende wirklich ernst nehmen würde, dann müsste diese Erhöhung des Mindestlohns spätestens jetzt ausgesetzt werden. Die deutliche Steigerung auf 12 Euro wird vor allem die arbeitsintensiven Obst-, Gemüse- und Sonderkulturbetriebe vor besondere Herausforderungen stellen. Damit wir Landwirte überhaupt weiter wirtschaften können, müssen wir diese Kosten auch an die Verbraucher weitergeben. Sollten Preiserhöhungen marktbedingt nicht möglich sein, wird die Produktion ins Ausland abwandern. Der jetzt schon niedrige Selbstversorgungsgrad bei Obst und Gemüse würde weiter sinken und die Importabhängigkeit weiter zunehmen.“

Hintergrund: Die Bundesregierung will den für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geltenden Mindestlohn zum 1. Oktober 2022 einmalig auf einen Bruttostundenlohn von 12 Euro erhöhen. (DBV)

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