Rhododendronpark Bremen: Rhodo-Enthusiasten gesucht

Auf einer Fläche von 46 Hektar präsentiert der Rhododendronpark Bremen eine riesige Sammlung dieser faszinierenden Pflanzengruppe.

Dr. Hartwig Schepker und Martin Monthofer. Bild: Rhododendronpark Bremen.

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Besucher können hier 650 Wildformen und 3.500 gezüchtete Varianten bewundern, die sich besonders zur Blüte im Frühjahr in spektakulären bunten Farben zeigen. Bei geführten Touren können Interessierte nicht nur die visuelle Pracht genießen, sondern auch faszinierende Einblicke in die Vielfalt der Sorten und Arten erhalten.

Vielfältige, spannende Aufgabenbereiche

Der Pflanzenbestand des Parks wird vom Team in Bremen größtenteils selbst vermehrt und auf drei Baumschulflächen mit einer Größe von insgesamt 1,3 Hektar ausgepflanzt. Neben dem großen Know-How spielt bei den engagierten Mitarbeitern besonders die Leidenschaft für die Pflanze eine Rolle. Dabei sind die Aufgaben im Rhododendronpark ebenso vielfältig wie spannend und herausfordernd. Neben gärtnerischen Tätigkeiten wie die Anzucht, manuelle Produktion und Bestandsverwaltung spielt auch die Gestaltung und (Weiter-)Entwicklung der Sammlung eine wichtige Rolle. Ein Auge für die Unterschiedlichkeit der Pflanzen in ihrem Verhalten gegenüber Faktoren wie den Pflegemaßnahmen, der Schnittverträglichkeit oder dem Düngeverhalten, viel Sorgfalt bei der Beschilderung sowie ein hohes Maß an Eigeninitiative in Bezug auf die Kulturoptimierung vereint daher alle Mitarbeitenden. Dr. Hartwig Schepker, gelernter Baumschulgärtner, promovierter Pflanzenökologe und bereits seit 2005 Leiter des Rhododendronparks, bringt es auf den Punkt: „In der weltweit größten Rhododendron-Sammlung hantieren wir in der Vermehrung mit hunderten verschiedenen Rhododendron-Sorten und Arten und vielen anderen Gehölzen in kleinen Mengen. Individualität und große Vielfalt statt Massenproduktion ist unser Motto.“

Baumschul-Experten gesucht

Die Anzucht der Pflanzen ist dabei in der Regel zweigeteilt: Zunächst werden sie in Gewächshäusern vorbereitet, ehe sie auf den Freilandflächen weiter betreut werden. Für den Indoor-Bereich ist im Rhododendronpark Martin Monthofer zuständig. Der gelernte Baumschulgärtner arbeitet seit 2000 im Rhododendronpark und ist für die Anzucht der winterharten und nicht-winterharten Gehölze inkl. Rhododendron durch Aussaat, Stecklingsvermehrung oder Veredlung verantwortlich. Anschließend kommen die Pflanzen auf das Freiland, wo sie regelmäßig verschult werden, bevor sie schlussendlich als größere Pflanzen in den öffentlichen Bereich des Parks ausgepflanzt werden. Für diese Position sucht der Rhododendronpark Bremen derzeit einen neuen Baumschul-Gärtner (m/w/d). Neben der Aufzucht des vielfältigen Sortiments inkl. maschinenunterstützer Kulturflächenvorbereitung gehören auch die Datenverwaltung des aktuellen Bestands sowie die Sortenprüfung für das Bundessortenamt (BSA) zu den Aufgaben. Während von Frühjahr bis Herbst allerlei Baumschultätigkeiten anfallen, stehen im Winter Baum- und Pflegearbeiten als Gemeinschaftsarbeit mit den anderen Kollegen und Kolleginnen im Vordergrund. Die enorme Sorten- und Artenvielfalt fordert Neugier und Interesse zur aktiven Mitgestaltung und Entwicklung der Sammlung. Dabei spielt auch die Betreuung von Versuchsreihen und seltener Sortimente eine Rolle, denn mit seiner großen Rhododendron-Sammlung ist der Park in Bremen auch eine der tragenden Säulen der deutschen Rhododendron-Genbank, einem bundesweiten Sammlungsnetzwerk, das sich dem Erhalt der Rhododendron-Arten verschrieben hat. Eine parkeigene Bibliothek mit umfangreicher botanischer Literatur bietet den Mitarbeitenden leichten Zugang zu relevanten Informationen. Martin Monthofer über die Stelle: „Der neue Kollege oder die neue Kollegin wird zukünftig eng mit mir zusammenarbeiten und bei Bedarf mich auch bei meinen Aufgaben unterstützen. Ich bezeichne mich gerne als „Manager für die Aufzucht der weltweit größten Rhododendron-Sammlung“ – und freue mich schon darauf, diesen Titel bald wieder teilen zu dürfen.“ Eine umfangreiche Einarbeitung mit intensiver Unterstützung und ausreichend Zeit ist selbstverständlich.

Ähnliche Kenntnisse und Fähigkeiten wie für den Freilandbereich werden auch für die Stelle als Gärtner (m/w/d) für den nicht-winterharten Azaleen-Bereich (Simsii-Azaleen) benötigt. Auch diese Stelle ist aktuell neu zu besetzen. Im Mittelpunkt steht die Pflege von etwa 500 unterschiedlichen Sorten, was Interessierten eine vielseitige und spannende Tätigkeit verspricht. Dazu gehört auch die Verantwortung für das Azaleen-Schauhaus im Naturerlebniszentrum botanika. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der flexiblen Betreuung jeder einzelnen Pflanze.

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