Rheinland-Pfalz: "Aktion Grün"

Bis zum 14. April besucht Höfken rheinland-pfälzische Wochen- und Bauernmärkte sowie Gartencenter und pflanzt gemeinsam mit den Besuchern insektenfreundliche Sommerblumen oder Wildkräuter.

Aktion Grün Pflanzenaktion in Mainz. Bild:© MUEEF.

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„Jetzt stehen die Bürgerinnen und Bürger und ihre Balkone im Mittelpunkt der Aktion Grün: In den kommenden zwei Wochen möchte ich mit ihnen ins Gespräch kommen und sie für bienen- und insektenfreundliche Balkonpflanzen begeistern. Unser Motto in den kommenden Tagen lautet daher: Mitmachen, einpflanzen, blühen lassen! “, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken heute in Maria Laach. Dort gab sie gemeinsam mit Pflanzenexpertin Heike Boomgaarden und der Gartenakademie Rheinland-Pfalz in der Gärtnerei der Abtei Maria Laach den Startschuss für die Mitmachaktion des Umweltministeriums. Mit der Aktion Grün reist Höfken bis Mitte April durch Rheinland-Pfalz, um in Gärtnereien und auf regionalen Wochenmärkten vor Ort Bürgerinnen und Bürger zu beraten und Anregungen zu geben, wie ein Balkon oder eine Terrasse vielfältig begrünt werden kann. Gemeinsam werden Pflanzpakete und selbst mitgebrachte Balkonkästen mit bienenfreundlichen Sommerblumen und essbaren Bio-Kräutern bepflanzt. Mit dabei war auch das Team vom Kochbus Rheinland-Pfalz.

Insektenschutz ist Klimaschutz

„Wenn wir über den Erhalt der Artenvielfalt sprechen, geht es um unsere Lebensgrundlage. Die Leistung von Insekten ist kaum bezahlbar: 1,13 Mrd. Euro jährlich beträgt die so genannte Ökosystemleistung von Insekten durch das Bestäuben von Nutzpflanzen allein in Deutschland. Wir alle sind auf sie angewiesen. Darum wollen wir Balkone zum Blühen bringen und gleichzeitig über die Bedeutung der Artenvielfalt informieren“, so die Umweltministerin. „Denn es hängt alles miteinander zusammen: Die Pflanzen liefern Nahrung für die Insekten, die wiederum selbst lebensnotwendig für andere Arten sind. Auch wenn unsere Ökosysteme oft zerstört und gestört wurden und werden, können wir können mithelfen, neue Lebensräume und kleine Biotope zu schaffen.“

„Die Gesellschaft diskutiert derzeit intensiv über die Zukunft unseres Ökosystems, über den Klimawandel und notwendige Klimaschutzmaßnahmen. Es geht dabei um eine Richtungsentscheidung, die wir nicht nur alle gemeinsam tragen und verantworten müssen, sondern für die wir alle an einem Strang ziehen und uns gegenseitig wieder mehr zuhören sollten“, betonte Höfken. Mit der Aktion Grün wolle sie sich daher in den kommenden zwei Wochen mit den Bürgerinnen und Bürgern austauschen. „Der Klimawandel bedeutet Stress für alle – für Menschen, Tiere und Pflanzen. Es steht viel auf dem Spiel! Deswegen leistet jede auch nur geringste Anstrengung einen Beitrag zum Arten- und Klimaschutz. Blühflächen auf unseren Balkonen, Terrassen und Gärten liefern nicht nur notwendige Nahrung für Insekten, sondern sind ein wichtiges Puzzleteil in unserem komplexen Ökosystem.“

Seit Sommer 2017: 2,8 Mio. Euro für Artenschutz-Projekte

Die Aktion Grün bezeichnete Höfken als Erfolg: Insgesamt wurden seit Sommer 2017 insgesamt 2,8 Mio. Euro in ganz verschiedene Artenschutz-Maßnahmen investiert. Derzeit befinden sich 51 kleinere und größere Projekte in der Umsetzung und viele weitere werden mit dem Blick auf eine Förderung geprüft. „Ich freue mich auf weitere Projektideen, die wir mit dem Landesprogramm fördern können – ob Streuobstwiesen, Schulgärten oder die Wiederansiedlung gefährdeter Arten“, so die Umweltministerin.

Aktion Grün

Mit der Aktion Grün hat die Landesregierung im Jahr 2017 ein Förderprogramm für den Erhalt der Artenvielfalt gestartet. Insgesamt stehen 9 Mio. Euro für vier Jahre zur Verfügung. Unterstützt werden Verbände und Institutionen, Kommunen, Schulen und Kindergärten, die sich mit Projekten für den Schutz der Biodiversität einsetzen. (MUEEF-RLP)

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