Pflaumensägewespen: Schädigen Zwetschgen

Bei Pflaumenbäumen sollte der Hobby-Gärtner jetzt auf Pflaumensägewespen achten, teilt der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit. Ein Befall zeigt sich bei Pflaumen und Zwetschgen bereits kurz nach der Blüte.

Larve der Pflaumensägewespe. Foto: Andreas Vietmeier.

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Bei Pflaumenbäumen sollte der Hobby-Gärtner jetzt auf Pflaumensägewespen achten, teilt der Pflanzenschutzdienst der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit. Ein Befall zeigt sich bei Pflaumen und Zwetschgen bereits kurz nach der Blüte: Junge Früchte rieseln dann zahlreich zu Boden. Bei genauem Hinsehen lässt sich an den Früchten ein Ausbohr- und oftmals ein kleineres Einbohrloch der Sägewespen erkennen. Im Innern findet man bei einigen Früchten eine bis zu zehn Millimeter lange, weißliche Larve mit gelbbraunem Kopf. Aus dem Ausbohrloch kann darüber hinaus bräunlicher bis schwarzer Kot austreten. 

Die zur Pflaumen- und Zwetschgenblüte im April/Mai erscheinenden Sägewespen kommen bei uns in zwei Arten vor, es sind die Schwarze Pflaumensägewespe und die Gelbe Pflaumensägewespe. Sie legen ihre Eier in das Pflanzengewebe der Blüte ab. Die schlüpfende Wespenlarve bohrt sich anschließend in die junge Frucht ein und höhlt diese von innen her aus. Eine Larve kann insgesamt bis zu sechs Früchte schädigen. Ein Sägewespenbefall wirkt sich aber nicht grundsätzlich negativ aus: Bei übermäßigem Fruchtbehang kann er zu einer durchaus wünschenswerten Fruchtausdünnung beitragen. 

Als sinnvolle Gegenmaßnahme reicht es meist aus, die vom Baum abfallenden Früchte frühzeitig einzusammeln und zu entsorgen. Das verhindert, dass die Larven aus den Früchten herauswandern, in den Boden gelangen und später dort überwintern. Einen erneuten Befall im Folgejahr lässt sich so zumindest teilweise eindämmen. (lwknrw)

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