NL: Revolution im Gewächshaus-Gartenbau

Piet Bom Innovations präsentiert eine revolutionäre Entwicklung im Gewächshausgartenbau: Aluminium wird für das Eindecken von Gartenbau-Gewächshäusern auslaufen und durch Glasfaser ersetzt werden.

Gewächshausbau mit Sprossen aus Glasfaser. Bild: Piet Bom Innovations.

Anzeige

Die Herstellung von Glasfaser, auch bekannt als glasfaserverstärkter Kunststoff, führt zu einer deutlichen Reduzierung des CO2-Fußabdrucks im Vergleich zu Aluminium und bietet eine Reihe von Vorteilen in der Anwendung. Der neue Standard für den Gewächshausbau wurde erstmals auf der internationalen Fachmesse GreenTech vom 11. bis 13. Juni 2019 in der RAI Amsterdam vorgestellt. Piet Bom Innovations baut keine Gewächshäuser selbst, sondern steht mit ihrer Innovation auf der GreenTech, um Reaktionen aus aller Welt zu messen.

Materialentwicklung

Es ist die x-te Erfindung, mit der Piet Bom seit 1966 die Welt des Gewächshausgartenbaus erfreut. Piet Bom ist für zahlreiche Patente verantwortlich. Der Gewächshausbau begann mit der Ära des Holzes, wechselte schrittweise auf Stahl und entwickelte sich dann zu dem 1982 von Piet Bom eingeführten Aluminium. Nach 37 Jahren beginnt mit Fiberglas eine neue Ära, da der Produktionsprozess von Aluminium nicht nachhaltig ist.

Wichtige Vorteile

Mit der Verwendung von Glasfaser für den Bau des Dachs bricht eine neue Ära im Gewächshausbau an. Das bei der Herstellung von Fiberglas freigesetzte CO2 beträgt nur ein Fünftel des bei der Herstellung von Aluminium freigesetzten CO2, was einen wichtigen Beitrag zu nachhaltigem Unternehmertum leistet. Die Gärtner werden sich auch darüber freuen, dass in den horizontalen Profilen wie Rinne, First und Stange eine so genannte Wärmebrücke fehlt, so dass Fiberglas die Bildung von hartnäckigem und schädlichem Kondensat verhindert. Das Material ist in weiß lieferbar, glasfreundlich und hat einen deutlich geringeren Schrumpfungs- und Streckfaktor.

Zukunft des Bauens

Nicht unwichtig ist der Einstandspreis für Fiberglas. Es ist stabil, im Gegensatz zu Aluminium, dessen Preis auf dem Weltmarkt im Laufe der Jahre schwankt. Das Risiko eines unerwarteten Kostenanstiegs kurz vor dem Bau eines Glasfasergewächshauses ist daher deutlich geringer. Piet Bom Innovations erwartet, dass mit der Zeit auch der Grundbau der so genannten Venlo-Gewächshäuser aus Fiberglas erfolgen kann, jetzt ist die Unterkonstruktion des Gewächshauses überwiegend aus Stahl. Wenn sich diese Entwicklung im Gewächshausbau fortsetzt, wird wahrscheinlich die gesamte Baubranche die Verwendung von Stahl und Aluminium verringern, um die Treibhausgasemissionen in der Produktion zu reduzieren.

Der GABOT-Newsletter

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.