- Startseite
- NL: Leichtes Wachstum bei Exporten
NL: Leichtes Wachstum bei Exporten
Blumen: Wert steigt, Volumen bleibt rückläufig
Der Exportwert von Blumen belief sich in den ersten drei Quartalen auf 3,5 Mrd. Euro, was einem Wachstum von 1% entspricht. Das Volumen blieb mit -4% weiterhin zurück, obwohl gegenüber dem ersten Halbjahr eine leichte Verbesserung zu verzeichnen ist.
Laut Matthijs Mesken, Direktor der VGB, hat sich der Handel im September wieder etwas belebt: „Nach einem heißen Sommer, in dem die Absatzzahlen im Vergleich zum Vorjahr etwas enttäuschend waren, sehen wir, dass sich der Markt im September wieder erholt. Die Verbraucher kaufen weiterhin Blumen, aber die Mengen sind geringer. Das kann bedeuten, dass Blumensträuße teurer werden oder weniger Stiele enthalten.“
Pflanzen: Deutliche Erholung sichtbar
Der Pflanzenexport zeigt ein deutlich günstigeres Bild. Der Exportwert stieg auf 2,2 Mrd. Euro, was einem Wachstum von 5% entspricht, während das Volumen um 3% zunahm. Damit schneiden Pflanzen deutlich besser ab als Blumen und besser als im ersten Halbjahr, als das Volumenwachstum noch bei rund 1% lag.
„Pflanzen schneiden in diesem Jahr außergewöhnlich gut ab“, so Mesken. „Seit 2021 haben wir in den ersten drei Quartalen kein Wachstum mehr gesehen. Die Nachfrage bleibt stabil und die Bedingungen für Angebot und Nachfrage sind besser als im Vorjahr.“
Wachstum außerhalb der drei wichtigsten Exportmärkte
Die Exporte in die drei wichtigsten Absatzländer zeigen ein uneinheitliches Bild. Das Vereinigte Königreich verzeichnet ein leichtes Wachstum von 1%, während Deutschland mit -0,7% weiterhin im Minus liegt. Frankreich bleibt gegenüber dem Vorjahr stabil.
Sowohl im Vereinigten Königreich als auch in Deutschland schneiden Pflanzen besser ab als Blumen; in Frankreich ist das Bild genau umgekehrt. Das größte Wachstum kommt aus Polen und den Vereinigten Staaten. Obwohl die USA im dritten Quartal einen leichten Rückgang verzeichnen, bleiben die Exporte dort insgesamt positiv.
Unternehmer sehnen sich nach Sicherheit
Trotz des leichten Wachstums setzen steigende Kosten für Arbeit, Energie und Transport die Margen weiterhin unter Druck. „Wir müssen weiterhin auf die Kosten achten“, warnt Mesken. „Die politischen und geopolitischen Unsicherheiten – von Einfuhrzöllen bis zur Regierungsbildung – sorgen dafür, dass viele Unternehmer nach Klarheit verlangen, um Investitionen tätigen zu können.” Die Wahlen am 29. Oktober sind laut Mesken ein wichtiger Moment. „Unternehmer wollen Sicherheit. Eine stabile Regierung mit einer ehrlichen Botschaft ist dringend erforderlich.”

Kommentare (0)
Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.