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NL: Export von Blumen und Pflanzen wächst auf 7,2 Mrd. Euro
Der Export von Schnittblumen verzeichnete einen leichten Anstieg von 0,3% und belief sich auf 4,4 Mrd. Euro. Der Export von Pflanzen stieg deutlich um 4,4% auf 2,8 Mrd. Euro. Trotz dieses Wachstums bleibt das Rekordniveau von 2021 (7,3 Mrd. Euro) knapp außerhalb der Reichweite. Die Exportmengen für Pflanzen lagen um 2% höher, während die Mengen bei Schnittblumen um 3% zurückgingen.
„Wir sind mit dem vergangenen Jahr zufrieden, auch wenn dies nicht selbstverständlich war. Der Sektor zeigt erneut seine Widerstandsfähigkeit”, so Matthijs Mesken, Direktor der VGB.
Wachstum vor allem außerhalb der Top-3-Länder
Die Exportentwicklung pro Land zeigt ein gemischtes Bild. Der Handel mit Deutschland und dem Vereinigten Königreich ging leicht zurück, während Frankreich ein moderates Wachstum verzeichnete. Polen war mit einem beeindruckenden Plus von 12,3% der stärkste Aufsteiger, gefolgt von den Vereinigten Staaten, wo die Exporte um 10,2% zunahmen.
„Aufgrund der Einfuhrzölle verzeichnete die USA nur in den ersten Monaten ein Wachstum, in denen auch der größte Teil des Umsatzes erzielt wurde”, erklärt Mesken. „In den letzten Monaten des Jahres war ein Rückgang zu verzeichnen. Mit den neuen Zöllen, die Trump angekündigt hat, scheint sich diese negative Entwicklung fortzusetzen.”
Auch Spanien verzeichnete mit einem Wachstum von 6,3% eine positive Entwicklung. Außerhalb der Top Ten stiegen die Exporte um 3,5%, was auf eine weitere Ausweitung auf Schwellenmärkte hindeutet.
Einzelhandelssegment wächst weiter
Der Anteil der Supermärkte am Export stieg um 1 Prozentpunkt auf 35%, während auch das Segment Gartencenter und Baumärkte jährlich um 1 Prozentpunkt wächst. Die zunehmende Bedeutung großer Einzelhandelsketten unterstreicht laut VGB die Bedeutung einer umfassenden Nachhaltigkeitsberichterstattung und -zertifizierung in der gesamten Lieferkette.
Ausblick: Große Herausforderungen im Jahr 2026
Die Branche blickt mit Zuversicht auf das Jahr 2026, erkennt aber auch erhebliche Unsicherheiten. Das niederländische Minderheitskabinett, geopolitische Spannungen, Brexit-bedingte Handelshemmnisse, steigende Lohnkosten und neue Nachhaltigkeitsverpflichtungen werden den Markt voraussichtlich beeinflussen.
Insbesondere die Entwicklungen im Vereinigten Königreich, wo die Verhandlungen über ein Inspektionsabkommen noch andauern, und in Produktionsländern wie Kolumbien, wo der Mindestlohn um 25% gestiegen ist, können sich auf die Handelsströme auswirken.
Dennoch bleibt die Nachfrage der Verbraucher nach grünen Produkten unverändert stark. „Gerade in Zeiten der Unsicherheit schätzen die Verbraucher Blumen und Pflanzen in Haus und Garten nach wie vor sehr. Das gibt Zuversicht für 2026”, schließt Mesken.

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