NL: Blumen- und Pflanzenexporte auf hohem Niveau

Die Exportnachfrage nach Blumen und Pflanzen bleibt trotz der hohen Produktpreise aufgrund der Energiekrise konstant.

Die Umsatzzahlen für April versprechen ein kleines Plus, berichtet Floridata, das die Exportstatistiken erstellt. Bild: GABOT.

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"Die hohe Inflation scheint von den Verbrauchern im Vorfeld des Muttertags als selbstverständlich hingenommen zu werden", sagt Geschäftsführer Matthijs Mesken (VGB). Die Umsatzzahlen für April versprechen ein kleines Plus, berichtet Floridata, das die Exportstatistiken erstellt. Der niederländische Handel verzeichnete im vergangenen Monat einen vierteljährlichen Exportrekord von 2,1 Mrd. Euro. Die Händler stellen sich auf unsichere Zeiten aufgrund der Energiekrise ein.

Positive Vorfreude auf den Muttertag

In den meisten Verkaufsländern fällt der Muttertag auf den zweiten Sonntag im Mai. In diesem Jahr fiel der britische Muttertag auf den 27. März, und Blumen waren bei den britischen Verbrauchern besonders beliebt. Am Sonntag, dem 1. Mai, wurde der Muttertag u. a. in Spanien, Portugal, Rumänien und Ungarn gefeiert. "Trotz der höheren Einkaufspreise für Blumen sind wir mit unserem Umsatz im Vorfeld des Muttertags zufrieden", berichtet Ismael de Feijter, Geschäftsführer von Anton Spaargaren B.V. "Spanien und Portugal haben ein Plus verzeichnet. Die Luftfracht von Blumen zu unseren weit entfernten Flugzielen ist wegen des Platzmangels mit hohen Kosten verbunden", fügt de Feijter hinzu. "Nach den jüngsten Zahlen geht es den Blumen besser als den Pflanzen", stellt Wesley van den Berg, Geschäftsführer von Floridata, fest. "Auch bei Pflanzen sind die Preise hoch, und der Absatz im Vorfeld des Muttertags ist je nach Kundensegment unterschiedlich", erklärt ein Pflanzenexporteur. Am Donnerstag, dem 26. Mai, wird der polnische Muttertag gefeiert. In Frankreich und Schweden fällt der Muttertag auf den letzten Sonntag im Mai.

Unsichere Zeiten für Händler

Die Energiekrise ist das größte Problem für den gesamten Zierpflanzensektor. Infolgedessen können die Exporteure mit noch höheren Einkaufspreisen rechnen. Auch die (Luft-)Frachtkosten steigen stark an. Die ständig steigende Inflation wird jedoch möglicherweise die Nachfrage nach Blumen und Pflanzen dämpfen. "Inwieweit sind unsere Kunden noch bereit, die hohen Preise weiter zu zahlen", fragt sich de Feijter. Die niederländische Exportposition wird weiter unter Druck geraten, da die lokale Produktion im Exportland attraktiver wird. "Noch nie mussten wir uns mit so vielen Unwägbarkeiten auseinandersetzen, die uns in der kommenden Zeit erwarten", so Mesken abschließend.(Floridata)

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