Mertz: Einreiseverbot kommt quasi zur Unzeit

Statement: ZVG-Präsident Mertz äußert sich zum angekündigten Einreiseverbot für Saisonarbeitskräfte.

ZVG-Präsident Jürgen Mertz. Foto: Thomas Rafalzyk.

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Der Präsident des Zentralverbandes Gartenbau e. V. (ZVG), Jürgen Mertz, erklärt zum angekündigten Einreiseverbot für Saisonarbeitskräfte aus Osteuropa:

„Wichtige Pflanz- und erste Erntearbeiten stehen an. Das jetzt verkündete Einreiseverbot nach Deutschland für Saisonarbeitskräfte kommt quasi zur Unzeit. Das hat nicht nur Auswirkungen auf die aktuelle Situation, sondern auch auf den weiteren Saisonverlauf. Denn wenn die Betriebe nötige Pflanzungen jetzt nicht durchführen können, ist ein eingeschränktes Angebot bereits absehbar.

Die Unlgeichbehandlung von Pflegekräfte etwa aus Osteuropa, die nicht von einem Einreiseverbot betroffen sein sollen, ist absolut unverständlich. Gartenbau und Landwirtschaft in Deutschland leistet große Anstrengungen, um die Grundversorgung der Bevölkerung in der aktuellen Situation, aber auch darüber hinaus zu sichern.

Unabhängig davon suchen unsere Unternehmen bereits intensiv nach Lösungen vor Ort und in Zusammenarbeit mit anderen Betrieben. Die heimischen Produzenten setzen alles daran, die Produktion möglichst im bisherigen Umfang zu gewährleisten. Das große Interesse der Bevölkerung, unsere Betriebe zu unterstützen, nehmen wir dankbar auf. Die erhöhten Hinzuverdienstmöglichkeiten für Bezieher von Kurzarbeitergeld sind ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Nun müssen weitere folgen.“

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