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LWK Rheinland-Pfalz: Situation immer schwieriger
Landwirtschaftskammer als Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen auf solidem Fundament. Finanzen in Ordnung, aber Situation immer schwieriger.Wie bereits im letzten Jahr konnte der Präsident der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz Ökonomierat Günther Schartz anlässlich der diesjährigen Kammervollversammlung am 4. Dezember feststellen, dass die Landwirtschaftskammer auf einem soliden Fundament steht und die Finanzen in Ordnung sind. In seinem Bericht über die Arbeit der Kammer betonte er aber, dass die finanzielle Situation immer schwieriger werde. Der Kammerhaushalt 2002 sei vom Land nur mit einem Vorspann genehmigt worden, d.h. mit Kürzungen der Erstattungssätze des Landes im Bereich der Verkaufstelle für Milchquoten, der sozioökonomischen Beratung und bei den Zuschüssen für das Verbandswesen. Deshalb wurden die Erstattungen von Verbänden für die Wahrnehmung der Geschäftsführung in den letzten beiden Jahren erhöht und für 2004 müssten die Verbände ebenfalls mit höheren Erstattungen rechnen.
Das Haushaltsvolumen beträgt in Einnahmen und Ausgaben 23,3 Mio. Euro. Davon sind für das laufende Geschäft ca. 21,7 Mio. Euro aufzubringen. 600.000 Euro sind durchlaufende Mittel, Zuschüsse und Förderungen von Bund und Land. Für einmalige Bauinvestitionen werden ca. 1,0 Mio. Euro aufgewendet. Mit 6,3 Mio. Euro ist der Kammerbeitrag die Haupteinnahmequelle. Er wird auch für das Jahr 2004 stabil bleiben. Das Land erstattet der Kammer für übertragene Auftragsangelegenheiten rund 5,9 Mio. Euro. Darüber hinaus leistet es für Pflichtaufgaben (Berufsbildung, Verbandswesen, Bau und Technik, Raumordnung) insgesamt einen Zuschuss von knapp 0,9 Mio. Euro. Über 6,0 Mio. Euro sind sogenannte Verwaltungseinnahmen, davon ca. 4,3 Mio. Euro Gebühren der Bauern und Winzer, Gärtner und Forstleute für in Anspruch genommene Leistungen. Als Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen schlagen die Personalausgaben mit 15,7 Mio. Euro am stärksten zu Buche, das sind 70 % der Ausgaben. Schartz teilte mit, dass der veranschlagte Kostenrahmen für das Haus der Landwirtschaft und des Weinbaus in Alzey in Höhe von 7,75 Mio. Euro eingehalten werde. Mit einer Fertigstellung und dem Bezug sei Ende Februar 2004 zu rechnen.
Im weiteren Verlauf seiner Ausführungen wies der Kammerpräsident auf die zahlreichen öffentlichkeitswirksamen und fachlichen Veranstaltungen des abgelaufenen Jahres hin. Werbeveranstaltungen für den Weinbau und die Winzer sind die Prämierungsfeiern, die Weinforen, Weinmessen und das Presseforum der Sieger. Seit sechs Jahren werden daneben zwei Edelbrandprämierungsfeiern durchgeführt. Er erwähnte die zentrale Meisterfeier und die dezentralen Gehilfenfeiern, mit denen man den landwirtschaftlichen Berufsnachwuchs öffentlichkeitswirksam herausstellen sowie zeigen will, dass die Grünen Berufe Zukunft haben. Ebenso verwies er auf den Parlamentarischen Abend der Landwirtschaft, der den Dialog zwischen Landwirtschaft und Politik fördern soll.

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