LWG: Tag der Hängematte

Am 22. Juli 2021 ist der internationale Tag der Hängematte (engl. National Hammock Day).

An der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) hat Hubert Siegler, Mitarbeiter der Bayerischen Gartenakademie, Fragen zu seinen Lieblingsgärten und -pflanzen beantwortet. Bild: LWG.

Anzeige

Die Hängematte als Inbegriff für Entspannung, aber auch Refugium soll alle Gärtner, insbesondere die besonders fleißigen Selbstversorger, daran erinnern, den Garten auch zu genießen. Wo ließe sich besser in Gartenbüchern und Zeitschriften schmökern und planen, welche Schätze im eigenen Garten noch fehlen? Welche Nachkultur soll auf die abgeräumten Beete gesät oder gepflanzt werden und wie gestaltet man den Nutzgarten noch ein wenig arbeitsergonomischer?

Gartenbotschafter in der Hängematte

Den Tag der Hängematte als Symbol für die vielen Möglichkeiten, die uns der Garten bietet, haben sich Garteninitiativen, Kreisfachberater und die Bayerische Gartenakademie gewählt und in verschiedenen Regionen Gartenbotschafter in der Hängematte interviewt. An der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) hat Hubert Siegler, Mitarbeiter der Bayerischen Gartenakademie, Fragen zu seinen Lieblingsgärten und -pflanzen beantwortet. Die Gespräche mit Botschaftern aus anderen Regionen sind in der jeweiligen regionalen Tagespresse und auch online unter www.gaerten.bayern.de zu finden.

Nutzgarten im Spiegel der Zeit

Der Garten war lange Zeit unabdingbar zur Selbstversorgung mit frischem Obst und Gemüse. Bereits in seiner Landgüterordnung definierte Kaiser Karl der Große Pflanzen, die zur Versorgung für Kaiser und Gefolge angebaut werden sollten. Daneben war der Garten auch immer Experimentierstube – in Klöstern und Gärten der adeligen Bevölkerung wurden neue Nutzpflanzen ausprobiert. Exotische Pflanzen zeugten von der Weltläufigkeit der Besitzer.

So war die Artischocke lange Zeit eine Schmuckpflanze in Gärten des französischen Landadels, bevor sie als Delikatesse auf den Tisch kam. Und die Orangerien, die sich in vielen herrschaftlichen Gärten finden, zeugen von der Freude an besonderen Pflanzen. In der Neuzeit verschwanden die Nutzgärten – frisches Gemüse und Obst, das immer und überall in den Supermärkten verfügbar war und die zunehmende Berufstätigkeit in den Familien verringerten seine Bedeutung.

Jetzt ist die Selbstversorgung wieder im Aufwärtstrend. Durch Bewahrung alter Arten und Sorten sowie viele Neuzüchtungen stehen den Gärtnerinnen und Gärtnern ein breites Spektrum zur Verfügung, um ihr eigenes Raritätenkabinett schaffen. Da heißt es nach Herzenslust ausprobieren so wie auch unser Gartenbotschafter Hubert Siegler. Ganz in der Nähe von Würzburg empfiehlt er als besonderes Kleinod unter den Streuobstpfaden in Bayern den Astheimer Quittenpfad: „Er entstand im Rahmen eines Rekultivierungsprojektes für Quitten und hat damit einer fast in Vergessenheit geratenen Obstart wieder zu einer großen Bekanntheit verholfen.“

Weitere interessante Gärten mit den unterschiedlichsten Themenschwerpunkten in ganz Bayern, die Sie im Rahmen von Führungen durch die Gartenbesitzer als zertifizierte Gästeführer „Gartenerlebnis Bayern“ oder auch selbstständig besuchen können, finden Sie online unter www.gaerten.bayern.de (LWG)

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.